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Gemüsebrühe ist gesund? Was wirklich in Pulver und Brühwürfeln steckt


Autor: Daniela Laitinen

Deutschland, Mittwoch, 07. Oktober 2026

Gemüsebrühe klingt gesund und gehört in vielen Küchen zur Grundausstattung. Doch ein aktueller Test von Öko-Test zeigt: In manchen Produkten steckt erstaunlich wenig Gemüse – dafür jede Menge Salz. Auch Stiftung Warentest und die Verbraucherzentrale liefern Gründe, beim Kauf genauer hinzusehen.
27 Gemüsebrühen hat «Öko-Test» untersucht. Gänzlich überzeugen konnten vor allem die Bio-Produkte.


Ein Löffel Pulver, heißes Wasser dazu – schon ist die Gemüsebrühe fertig. Sie wird zum Würzen, als Grundlage für Suppen und Soßen oder als warme Zwischenmahlzeit verwendet. Kalorien liefert sie kaum: Laut Öko-Test kommen 100 Milliliter zubereitete Gemüsebrühe im Durchschnitt auf gerade einmal rund vier Kilokalorien.

Besonders gesund macht sie das allerdings nicht. Denn bei vielen Produkten gibt es einen anderen Inhaltsstoff, der in beträchtlichen Mengen enthalten ist: Salz.

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Gemüsebrühe kann zur echten Salzbombe werden

Öko-Test hat 27 trockene Gemüsebrühen und Bouillons untersucht. Je nach Produkt steckten in 100 Millilitern zubereiteter Brühe zwischen 0,59 und 1,10 Gramm Salz. Bei einer großen Tasse mit 250 Millilitern können damit bereits bis zu 2,75 Gramm zusammenkommen.

Das ist beachtlich. Die Verbraucherzentrale verweist auf die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, wonach Erwachsene täglich höchstens sechs Gramm Salz aufnehmen sollten. Gleichzeitig essen die meisten Menschen hierzulande mehr als empfohlen. Ein dauerhaft hoher Salzkonsum kann den Blutdruck erhöhen und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.

Hinzu kommt: Nach Angaben der Verbraucherzentrale stammt der größte Teil des aufgenommenen Salzes nicht aus dem Salzstreuer, sondern aus verarbeiteten Lebensmitteln. Fertige Brühe kann die tägliche Salzmenge deshalb unbemerkt weiter erhöhen.

Teilweise steckt nur wenig Gemüse in der Brühe

Auch der Begriff Gemüsebrühe sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der tatsächliche Gemüseanteil überschaubar sein kann. Bei den von Ökö-Test untersuchten Produkten lag er zwischen rund 7,7 und 32,5 Prozent. Zudem kritisierten die Tester unter anderem Aromen und Geschmacksverstärker. In einigen konventionellen Produkten wurden außerdem Rückstände verschiedener Pestizide nachgewiesen.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt ein Bericht von Stiftung Warentest über eine Untersuchung des österreichischen Vereins für Konsumenteninformation. Getestet wurden 58 Suppenpulver und -würfel, darunter 35 Gemüsebrühen. Abwertungen gab es unter anderem für viel Salz, zugesetzte Aromen, Geschmacksverstärker und Palmöl. Rund zwei Drittel der Produkte schnitten dennoch gut oder sehr gut ab. Besonders häufig überzeugten Bio-Produkte.

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Was ist die bessere Gemüsebrühe?

Wer häufig fertige Gemüsebrühe verwendet, sollte deshalb die Nährwert- und Zutatenangaben vergleichen. Wenig Salz, ein möglichst hoher Gemüseanteil und eine überschaubare Zutatenliste sind gute Anhaltspunkte.

Noch mehr Kontrolle bietet selbst gemachte Gemüsebrühe. Auch die Verbraucherzentrale empfiehlt, dafür beispielsweise Gemüsereste wie Schalen, Strünke oder Blätter zu verwenden. Diese lassen sich sammeln, einfrieren und später zu einer Brühe auskochen. So lässt sich nicht nur der Salzgehalt selbst bestimmen – gleichzeitig landen weniger Lebensmittel im Müll.