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10 giftige Gartenpflanzen: Besonders für Kinder und Haustiere gefährlich

Schöne Zierstauden und veredelte Blumen sind nicht nur dekorativ und werten unseren Garten auf - manche Gartenpflanzen sind auch giftig. Vor allem für Kinder und Haustiere kann das schnell einmal gefährlich werden.
 
In einem schönen Garten können gewollt oder ungewollt giftige Pflanzen wachsen.
In einem schönen Garten können gewollt oder ungewollt giftige Pflanzen wachsen. Foto: CC0 / Pixabay / Candiix
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  • unscheinbar aber gefährlich: 10 giftige Zierpflanzen
  • bereits wenige Gramm der Pflanzenteile können tödlich enden
  • Mögliche Folgen: Atemlähmung und Herz-Kreislaufprobleme

Viele Zierstauden und Zierblumen sind giftig, ohne dass wir es wissen. Bei einigen Gartenpflanzen können auch nur bestimmte Pflanzenteile giftig sein, wie zum Beispiel reife Beeren im Herbst. Diese verlocken besonders durch ihre leuchtenden Farben zum Probieren, was vor allem für neugierige Kinder fatal sein kann. Nicht nur für uns Menschen kann der Verzehr der Pflanzen oder Pflanzenteile schrecklich enden. Auch für Tiere wie Zwergkaninchen, Hamster, Meerschweinchen, Hunde, Katzen, Esel, Kühe, Rinder, Pferde und Schafe sind die Pflanzen sehr giftig.

Giftpflanze #1: die Gewöhnliche Kuhschelle oder Küchenschelle

Bei der Gewöhnlichen Kuhschelle sind alle Pflanzenteile giftig bis stark giftig.

Bereits Hautkontakt mit der Blume kann Hautreizungen hervorrufen. Verschluckt man Teile der Pflanze, kann das zu Magen- und Darmbeschwerden führen, Nierenentzündungen oder Lähmungserscheinungen.

Sollten Pflanzenteile verschluckt werden, sollte sich der Patient schnellstmöglich übergeben.

Giftpflanze #2: das Maiglöckchen

Das zarte Maiglöckchen, das den Frühling einläutet, hat noch einiges mehr zu bieten als die hübschen, filigranen Blüten. Alle Pflanzenteile des Maiglöckchens sind giftig, besonders die stark duftenden Blüten.

Durch Maiglöckchen kommt es immer wieder zu starken Vergiftungen, weil die Blätter der Blume immer wieder mit Bärlauch verwechselt werden und verzehrt werden.

Der Verzehr kann für Kinder, alte oder schwache Leute tödlich enden. Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Schwindel, Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand können die Folge der Vergiftung sein.

Giftpflanze #3: der Blaue Eisenhut

Eine prächtige und imposante Zier ist im Sommer der Blaue Eisenhut in jedem Garten. Der royalblaue Blickfang kann aber ganz schön gefährlich werden. Er zählt zu den giftigsten Pflanzen Europas.

Der Blaue Eisenhut bewirkt bei Körperkontakt Reizungen und Entzündungen der Haut, bis hin zu Lähmungserscheinungen im Körper.

Die Folgen des Verzehrs sind starke Übelkeit, Magen-Darmkrämpfe, Schwindel, Herzrhythmusstörungen, Herzversagen oder Atemlähmung.

Giftpflanze #4: der Rote Fingerhut

Der Rote Fingerhut ist besonders schön mit seinen gesprenkelten Blütenkelchen. Besonders die Wurzeln der Blume sind sehr giftig.

Folgen eines Verzehr sind beim Roten Fingerhut Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darmkrämpfe, Herzversagen und Herzrhythmusstörungen.

Dank des bitteren Geschmacks kommt es bei dieser Pflanze relativ selten zu Vergiftungen durch den Verzehr.

Giftpflanze #5: die Herbstzeitlose

Die Herbstzeitlose ist eine stark giftige Herbstblume. Auch ihre Blätter werden immer wieder mit den Blättern des Bärlauchs verwechselt und verzehrt.

So kommt es jährlich zu Vergiftungsfällen mit starker Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Nierenversagen oder Atemlähmung.

Die Giftmenge der Herbstzeitlosen ist jedoch in den rosa-violetten Blütenblättern am stärksten. Es wird empfohlen, auf andere Herbstblüher auszuweichen, die wesentlich weniger giftig sind als die Herbszeitlose.

Giftpflanze #6: die Eibe

Die Eibe wird gerne als Sichtschutz oder als Abgrenzungs-Gehölz zum Nachbar gepflanzt. Sie ist in Deutschland sehr beliebt. Die Eibe ist der einzige bei uns heimische Nadelbaum, der fast komplett giftig ist.

Die Folgen einer Vergiftung können Übelkeit, Schwindelgefühle, Leibesschmerzen, Bewusstlosigkeit, Pupillenerweiterung, flache Atmung und der Tod durch Atemlähmung sein.

Sofortige Entgiftungsmaßnahmen wie Aktivkohlegabe und Erbrechen werden unmittelbar nach dem Verzehr empfohlen.

Giftpflanze #7: die Tollkirsche

Die Tollkirsche gehört zu den Nachtschattengewächsen und war bereits im Mittelalter sehr geschätzt für ihre halluzinogenen Wirkstoffe. Nicht umsonst heißt sie aus dem lateinischen Übesetzt "Verrückte, schöne Frau".

Zahlreiche Sterbefälle sind dank einer Überdosierung, die zur Vergiftung, Atemlähmung und Tod führen kann, bekannt.

Die harmlosesten Nebenwirkungen sind Tobsucht und Raserei.

Giftpflanze #8: das Bilsenkraut

Bilsenkraut fand im Mittelalter, genau wie die Tollkirsche, ihren Weg in die "Hexensalben", weil es halluzinogene Wirkstoffe hat.

Dank diverser Selbstversuche, Rauschmittel aus dem Bilsenkraut herzustellen, sind etliche Todesfälle verzeichnet. Eine Überdosierung hat Hautrötungen, einen trockenen Mund, Unruhe, Schläfrigkeit, Halluzinationen, Verwirrtheit, Pupillenerweiterung, Herzrhythmusstörungen, komatöse Zustände, Bewusstlosigkeit und Atemlähmung zur Folge.

Ein Rausch durch Bilsenkraut kann mehrere Tage andauern und zu irreparablen Gehirnschäden führen.

Giftpflanze #9: der Stechapfel

Der Gemeine Stechapfel ist in allen Pflanzenteilen giftig, besonders in den Wurzeln und in den Samen.

Folgen einer Stechapfelvergiftung sind eine gestörte Wahrnehmung, Übelkeit und Erbrechen, erweiterte Pupillen und Sehstörungen, sowie Atemlähmung.

Der Stechapfel wird gerne als Zierpflanze oder Randbegrenzung im Garten eingesetzt. Oft wächst er aber wild, weil er durch Vogelkot übertragen wird. Er bildet eine lange, hartnäckige Pfahlwurzel, die nur schwer wieder zu entfernen ist.

Giftpflanze #10: der Goldregen

Der Goldregen ist zu Recht eine sehr beliebte Zierstaude in deutschen Gärten und Parkanlagen. Er ist aber nicht nur besonders schön, sondern auch stark giftig.

Der Goldregen ist die Pflanze, mit der sich die Giftinformationszentralen am meisten beschäftigen müssen.

Das Gift der Pflanze wirkt zunächst anregend. Anschließend beginnen die Nebenwirkungen mit Brennen im Mund- und Rachenbereich, starken Durst, Zittern, Übelkeit, Magenschmerzen, Schwindel, Schweißausbrüche, Halluzinationen, Krämpfe und Lähmungserscheinungen.

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