Amaryllis richtig pflegen: So rettest du deine Winterblume
Autor: Andrea Blatzky
Deutschland, Montag, 09. Februar 2026
Die Amaryllis zählt im Winter zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Ist sie verblüht, musst du sie nicht wegwerfen. Du kannst die Pflanze retten, indem du sie richtig pflegst.
- Wie kannst du eine Amaryllis retten?
- Was musst du bei der Pflege beachten?
- Welche Eigenschaften machen die Amaryllis so besonders?
Die Amaryllis steht meist zur Weihnachtszeit in voller Blüte. Du kannst sie mit der Zwiebel einsetzen oder als Schnittblumen zu opulenten Sträußen binden. Ihre großen Blüten leuchten in verschiedenen Rottönen, wobei mehrfarbige Sorten sehr edel wirken. Sterben die Blüten ab, verliert die Pflanze ihre Attraktivität und wird häufig weggeworfen. Mit der richtigen Pflege überlebt die Amaryllis mehrere Jahre. Welche Punkte musst du beachten, damit sie sich bis zur nächsten Saison kräftig entwickelt?
Wie rettest du eine Amaryllis?
In den hiesigen Supermärkten sind überwiegend die Zwiebeln des Rittersterns zu finden. Weil dieser umgangssprachlich als Amaryllis bezeichnet wird, ist im nachfolgenden Artikel der Einfachheit halber nur der Begriff "Amaryllis" zu lesen. Beide Arten sind völlig unterschiedlich, dennoch sehen sie ähnlich aus und gehören zur gleichen Familie (Amaryllisgewächse). Die "Echte Amaryllis" (Amaryllis belladonna oder nur Balladonnalilie) ist bei uns äußerst selten anzutreffen.
Sie blüht nicht im Winter, sondern eher im Spätsommer bis in den Herbst hinein. Dies ist ihrer natürlichen Umgebung geschuldet, denn diese befindet sich in den Bergregionen Südafrikas in der Nähe des Kaps. Dort beginnt sie nach der Regenperiode zu blühen. Der Ritterstern (Hippeastrum) hingegen blüht in den Monaten November bis Dezember und der Zeitraum kann je nach Sorte bis März andauern. Er stammt ursprünglich aus Südamerika. Die Gewächse überstehen die in den Ländern typischen Trockenzeiten nahezu unbeschadet. Erst zur Regenzeit entwickeln die Pflanzen ihre riesigen Blüten.
Die Amaryllis wertet als imposante Dekoration die heimischen Wohnzimmer auf. Etwa sechs bis acht Wochen nach dem Einsetzen einer frischen Zwiebel entfaltet sie ihre volle Blüte. Schon kurz nach den Feiertagen beginnen die Blüten zu welken. Dieser Zeitpunkt ist häufig bereits Mitte Januar. Anschließend landet das Gewächs im Müll. Doch die Pflanze ist mehrjährig und mit einem geringen Aufwand kannst du dich im nächsten Winter an einer eindrucksvollen Farbenpracht erfreuen.
Lebensphasen der Amaryllis
Damit das Vorhaben gelingt, solltest du die drei Lebensphasen der Amaryllis beachten: Wachstumsphase: Alle verwelkten Blüten darfst du sofort entfernen. Schneide den Stängel erst ab, wenn er dürr ist. Braune Blätter solltest du lieber an der Pflanze lassen, weil sie diese noch als Nährstoffspeicher für die Zwiebel nutzt. Ab jetzt solltest du sie regelmäßig gießen, denn in den Monaten März bis August entwickelt die Amaryllis neue Triebe, aus denen sich später die Blüten entwickeln. Vermeide unbedingt Staunässe, denn die Zwiebeln und die Wurzeln können dadurch faulen. Deshalb ist es wichtig, sie schon frühzeitig optimal mit Nährstoffen zu versorgen.
Dünge die Zwiebel in einem Abstand von zwei bis drei Wochen. Am besten eignet sich Flüssigdünger. Ideal ist ein organischer Dünger oder ein selbst gemachter Sud aus Brennnesseln oder Kompost. Das Abschneiden frischer Blätter ist tabu, denn das kann die Pflanze schwächen und sie bildet keine Knospen. Im Frühsommer liebt die Amaryllis einen Platz im Halbschatten mit etwa 26 Grad. Direkte Sonne mag sie dagegen überhaupt nicht. Bleiben die Nächte frostfrei, kannst du sie sogar in den Garten oder auf den Balkon stellen. Schütze die Pflanze vor Schnecken. Sie gehört aufgrund der relativ harten Blätter nicht zur Leibspeise der Schädlinge, doch hungrige Tiere können durchaus eine Amaryllis anfressen.