Skurrile Weihnachtsbräuche: Brei für den Gnom, Pudding an der Decke und eine Kackfigur
Autor: Johanna Mages
Deutschland, Donnerstag, 19. Dezember 2024
Weihnachten bedeutet vor allem eins: Tradition. Die meisten Familien freuen sich besonders auf die Entschleunigung am Jahresende. Doch wird Weihnachten eigentlich auch in anderen Ländern so beschaulich gefeiert wie in Deutschland? Klare Anwort: nein!
Den Weihnachtsbaum schmücken, Geschenke am Heiligen Abend auspacken, ein schönes Essen mit der Familie oder engen Freunden: In Deutschland gibt es einige Traditionen und Bräuche zu Weihnachten - von denen manche auch eine moderne Erfindung sind.
Doch nicht überall wird so gemächlich gefeiert wie in Deutschland. Wir haben einige kuriose Weihnachtsbräuche aus aller Welt gesammelt.
Skurriles Fest: Die verrücktesten Weihnachtsbräuche aus aller Welt
Weihnachten - das verbinden die meisten mit Lichterketten, besinnlichen Liedern, geschmückten Christbäumen und selbst gebackenen Plätzchen. Aber in manchen Ländern gehören auch durchaus kuriose Bräuche und Gepflogenheiten zum Fest - samt blanken Hintern und surfenden Santas.
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Andere Länder, andere Sitten: Die Festtage sind in aller Welt mit zahlreichen Traditionen und Bräuchen verbunden. Manche sind dabei ganz schön schräg.
Weihnachtsbrauch in Polen: Mit Strohhalmen langes Leben ziehen
In Polen gibt es einen besonders makabren Weihnachtsbrauch. Dabei wird unter die Tischdecke Stroh gelegt. Alle Gäste ziehen dann einen Strohhalm unter der Decke hervor und anschließend wird verglichen, wer das längste herausgezogen hat. Diese Länge soll dann Auskunft darüber geben, wer am längsten leben wird. Umgekehrt bedeutet ein kurzer Strohhalm dann, dass man früh stirbt.
Erster Weihnachtsgast in Tschechien sagt Baby-Geschlecht voraus
Wer in Tschechien in freudiger Erwartung ist, der erwartet seine Gäste ebenso freudig - und vor allem gespannt. Der erste Gast, der an Weihnachten zur Tür hereinkommt, soll nämlich das Geschlecht des Ungeborenen prophezeien. Viele Tschechen verbinden Weihnachten außerdem mit einem Karpfen in der Badewanne. Lange war es üblich, den Fisch bei einem der vielen Straßenhändler lebend zu kaufen und bis Heiligabend im Wannenwasser schwimmen zu lassen. Der Brauch ist auf dem Rückzug, da viele Familien inzwischen über eine Tiefkühltruhe verfügen. Zudem machen Tierschützer dagegen mobil. Gereicht wird der panierte Karpfen am 24. Dezember traditionell mit Kartoffelsalat. Einige Karpfenschuppen werden unter den Teller gelegt oder in die Geldbörse gesteckt - sie gelten als Symbol des Reichtums. Ärzte raten dazu, sich beim Essen Zeit zu lassen und auf die Gräten zu achten. Dutzende Menschen landen in Tschechien aus Unachtsamkeit jedes Jahr zu Weihnachten in der Krankenhaus-Ambulanz.