Mahlzeit: Das steckt hinter dem Gruß zur Mittagspause
Autor: Redaktion
Deutschland, Mittwoch, 24. Juni 2026
"Mahlzeit!" Diesen Gruß hat wohl jeder Berufstätige schon mal gehört. Warum sagt man das überhaupt - und was soll man antworten?
Der Gruß "Mahlzeit!" ist unter Kollegen recht populär. Besonders zur Mittagszeit ist er immer wieder zu hören. Warum eigentlich?
Tatsächlich hat der Gruß eine lange Geschichte. Sie geht zurück bis ins 19. Jahrhundert, selbst die berühmten Gebrüder Grimm hatten ihn bereits im Wörterbuch. Früher sagte man allerdings noch "Gesegnete Mahlzeit".
Woher kommt der "Mahlzeit"-Gruß?
Was heute als alltäglicher Gruß gilt, hatte also einst einen "feierlichen Ursprung", erklärt der Stern. Wie der Ausdruck nahelegt, sprach man sich einander Segen vor dem Essen aus.
Im Laufe der Zeit verschwand der Zusatz "gesegnete" jedoch immer mehr. Damit verschob sich auch die Bedeutung ein wenig: "Mahlzeit" ist heute eher ein alltäglicher Gruß, den sich Kollegen untereinander sagen - allerdings nur in bestimmten Situationen.
Der Gruß ist hauptsächlich zur Mittagszeit gängig. Etwa dann, wenn man sich auf dem Weg zur Kantine begegnet. Außerhalb der Mittagszeit ist der Gruß ungewöhnlich. Entscheidend ist außerdem der Kontext: Im beruflichen Alltag ist der Ausruf sehr populär, unter Freunden und Familie eher nicht.
So verwendest du "Mahlzeit!" richtig
Wenn dich ein Kollege mit dem Wort "Mahlzeit" grüßt, reagierst du am besten deinerseits mit einem "Mahlzeit". Das ist die sicherste und einfachste Antwort. Alternativ kannst du auch "Danke, gleichfalls" sagen. "Guten Appetit" hingegen sagst du besser erst dann, wenn du bereits am Tisch sitzt. Übrigens solltest du nicht jeden mit "Mahlzeit" grüßen: Gegenüber deinem Chef oder anderen Vorgesetzten kann das eher unangemessen wirken.
Der Gruß ist in ganz Deutschland noch immer weit verbreitet und hat sich teilweise auch in Österreich durchgesetzt. In der Schweiz sagt man eher "En Guete!".