Eisenmangel in der Schwangerschaft vorbeugen: Diese Lebensmittel sind gut für die Blutbildung
Autor: Evelyn Isaak
Deutschland, Montag, 18. Sept. 2023
Ein Eisenmangel kann insbesondere in der Schwangerschaft auftreten. Welche Lebensmittel füllen deinen Eisen-Speicher auf und worauf solltest du als Schwangere achten?
- Wofür braucht der Körper Eisen?
- Schwangerschaft: Eisenbedarf über die Ernährung abdecken
- Wann sind Eisenpräparate sinnvoll?
Grundsätzlich ist Eisenmangel kein seltenes Phänomen. Wie die Gesundheitsinformation schreibt, liegt die Prävalenz in Europa bei etwa 5–10 %. Bei schwangeren Frauen kommt es jedoch noch häufiger zu einem Eisenmangel. Wie kannst du den Bedarf abdecken? Und wie viel Eisen benötigst du als Schwangere?
Grundlegendes über Eisen
Eisen ist ein Spurenelement, welches als Bestandteil in zahlreichen Proteinen vorkommt. Letztere sind für den Körper wichtig, um gesund zu bleiben. Insbesondere unser Blut enthält einen sehr großen Anteil an Eisen. Dort ist es im Hämoglobin, dem Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen, enthalten. Hämoglobin ist dafür zuständig, Sauerstoff in alle Gewebe und Organe deines Körpers zu transportieren. Darüber hinaus ist Eisen an Abläufen zur Stärkung der Abwehrkräfte, der Leistungsfähigkeit und Vitalität beteiligt.
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Mit zu wenig Eisen im Körper sinkt auch die Hämoglobin-Menge in deinem Blut. Dadurch wird der Sauerstofftransport in Organe und Zellen beeinträchtigt. Hast du einen Mangel an Eisen, macht sich dies unter anderem an Leistungsschwäche, Müdigkeit, Erschöpfung und Kopfschmerzen bemerkbar. Bei einem andauernden Mangel an Eisen kann es zu Blutarmut, auch Eisenmangel-Anämie genannt, kommen. Eine solche kann grundsätzlich bei allen Menschen auftreten, kommt jedoch häufiger bei Schwangeren vor. Dies liegt daran, dass du als Schwangere einen höheren Eisenbedarf hast.
Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es konkrete Richtlinien für den täglichen Bedarf an Eisen. Grundsätzlich gibt es bei weiblichen Jugendlichen und Erwachsenen immer einen leichten Mehrbedarf an Eisen. So benötigen Männer zwischen 19 und 51 Jahren etwa 10 mg Eisen pro Tag, Frauen rund 15 mg am Tag. Dies liegt daran, dass Frauen in verschiedenen Lebenssituationen, wie während der monatlichen Regel oder bei stärkeren Blutungen vor der Menopause, mehr Eisen verlieren. Nach den Wechseljahren liegt die Empfehlung bei Männern und Frauen gleichermaßen bei 10 mg pro Tag. Für Schwangere wird von der DGE eine Eisenzufuhr von 30 mg pro Tag empfohlen. Auch für Stillende gibt es eine erhöhte Empfehlung von 20 mg pro Tag.
Eisenbedarf über die Ernährung abdecken
Der tägliche Bedarf an Eisen lässt sich bei gesunden Menschen in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung abdecken. Ebenso tritt bei Schwangeren, die sich gesund ernähren, sehr selten eine Anämie auf. Grundsätzlich kann dein Körper Eisen aus Fleisch besser aufnehmen als das aus pflanzlichen Lebensmitteln. Diese tierischen Lebensmittel enthalten viel Eisen:
- Thunfisch
- Miesmuscheln
- Krabben
- Leberwurst
- Fleisch, insbesondere Leber vom Schwein