Vom Rausch der Gefühle bis zum vertrauten Alltag: Beziehungen verändern sich im Lauf der Zeit. Wie sieht genau sieht das aus? In diesem Artikel werden die Gründe dafür vorgestellt und erklärt, in welche Phasen sich Beziehungen einteilen lassen.
Die Partnerwahl ist für die meisten Teenager und Erwachsene ein wichtiger Teil des Lebens. Egal, ob man die „für immer“ Liebe schon gefunden hat oder noch auf der Suche nach dem richtigen Partner ist: Wir stellen die verschiedenen Phasen einer Beziehung vor und geben Tipps für jeden Abschnitt.
1. Die Kennenlernphase
In diesem Zeitraum hat man sich dazu entschieden, dass man eine Person unter romantischen Vorzeichen näher kennenlernen möchte. Hier ergibt sich, ob man sich öfter treffen möchte, sich gegenseitig anziehend findet und ineinander verliebt. Für die empfundene Attraktivität des Gegenübers sind vor allem biologische Faktoren relevant:
- Optik: Wen man als gutaussehend empfindet, ist sehr subjektiv und hängt von persönlichen Prägungen ab. Allerdings finden Menschen Symmetrie schön, da diese Gesundheit ausstrahlt.
- Geruch: Wen man wortwörtlich gut riechen kann hängt stark davon ab, wie unterschiedlich die Genetik von zwei Menschen ist. Hier sind Gegensätze gut, um möglichst gesunde Nachkommen zu zeugen.
- Charakter: Aus psychologischen Studien weiß man, dass die Paare langfristig am zufriedensten miteinander sind, die einige Gemeinsamkeiten haben. Dafür reichen schon gemeinsame Hobbys.
Unser Tipp: In dieser Phase sollte man sich möglichst nicht verstellen. Sich bemühen ist völlig in Ordnung, aber je authentischer man sich jetzt zeigt, desto besser stehen dann im Fall des Verliebens die Chancen auf eine langfristige Partnerschaft.
2. Die Verliebtheitsphase
An diese Zeit erinnern sich viele Paare gerne zurück. Wenn man sie erlebt will man nicht, dass sie jemals endet. In der Verliebtheitsphase sorgen unsere Hormone für einen Ausnahmezustand. Dopamin und Adrenalin lassen einen Hunger und Schlaf vergessen, das Leben ist schön.
Unser Tipp: Wenn man gerade in dieser Phase ist, sollte man sie in vollen Zügen genießen. Dennoch ist ein wenig Vernunft nicht verkehrt, doch kritische Meinungen von Freunden will man in dieser Zeit meist nicht wahrhaben.
3. Die Findungsphase
Vielleicht wird sie mit der Frage eingeläutet, ob man denn jetzt eigentlich zusammen sei. Ansonsten erkennt man die Beziehungsphase daran, dass man die Macken des anderen feststellt und vielleicht auch mal wieder Freizeit allein haben will. Jetzt zeigt sich, wie gut man wirklich miteinander klarkommt, ob man zu Kompromissen findet und den anderen akzeptieren kann. Das klingt nicht mehr ganz so romantisch, ist jedoch essenziell, damit aus der Verliebtheit wahre Liebe und Verbundenheit entstehen kann.
Unser Tipp: In dieser Phase kann es zu den ersten Streitereien kommen. Dabei sollte man bewusst darauf achten, konstruktiv zu bleiben und sich darin üben, seine eigenen Bedürfnisse zu kommunizieren.
4. Beziehungsphase: Der neue Alltag
In dieser Phase kennt man sich mittlerweile sehr gut und weiß um die Stärken und Schwächen des Partners. Viele Paare ziehen in dieser Phase auch zusammen. Damit erhält die Beziehung nochmal einen Realitätscheck, da sich Partnerschaft und Alltag vermischen. Das führt zu neuen Problemen und Konfliktpunkten, die gelöst werden müssen. Vielleicht stellt man auch fest, dass bestimmte Dinge immer wieder zu Streit führen oder sogar Muster aus vergangenen Partnerschaften wieder auftauchen. Dann sollte man sich selbst reflektieren und versuchen herauszufinden, was die tieferliegenden Gründe dafür sind.
Unser Tipp: In dieser Phase verlieren sich viele Menschen in wiederkehrenden Mustern. Will man langfristig in einer Partnerschaft zufrieden sein, muss man sich mit der persönlichen Weiterentwicklung und psychologischen Prägungen beschäftigen.
5. Phase der tiefen Verbundenheit
Wenn diese Phase erreicht ist, hat man schon einiges in der Beziehung erlebt und sich immer wieder füreinander entschieden. Das bringt das wunderschöne Gefühl der Verbundenheit und des tiefen Vertrauens mit sich. In vielen Beziehungen geht es jetzt um die gemeinsame Zukunft, zum Beispiel um die Fragen, ob man heiraten oder Kinder bekommen möchte.
Unser Tipp: Ein funktionierender Alltag ist viel wert. Dennoch sollte man sich gelegentlich an die Anfangsphase der Beziehung erinnern, sich gegenseitig Freiheiten lassen und das Gefühl des Vermissens gelegentlich aufkommen lassen. So ist die Beziehung nicht nur sicher, sondern bleibt auch lebendig.
Fazit: Warum das Wissen um die Phasen der Liebe wichtig ist
Wer weiß, dass sich bestimmte Dinge und Gefühle in Beziehungen verändern, kann gelassener bleiben, wenn schwierige Phasen anstehen. Man ist vielleicht weniger verunsichert, wenn die rosarote Perspektive auf den Partner/die Partnerin verblasst. Außerdem kann man sich so immer bewusst machen, dass eine gute Beziehung auch Arbeit ist – aber einen schöneren Lohn als tiefe Liebe und Verbundenheit, gibt es kaum.
