Zoll Selb deckt Drogen-Schmuggel per Post auf - 13 Strafverfahren
Autor: Redaktion
Selb, Dienstag, 11. August 2026
Von Ecstasy bis zu Pilzen – die Kontrolle mit Röntgentechnik deckt kuriose Verstecke auf. So schützt der Zoll die Bevölkerung vor Drogen und neuen psychoaktiven Stoffen.
Bei der Kontrolle von Postsendungen aus den Niederlanden, die über Deutschland nach Tschechien weiterbefördert werden sollten, hat die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) Selb des Hauptzollamts Regensburg vor Kurzem zahlreiche Betäubungsmittel und neue psychoaktive Stoffe sichergestellt. Insgesamt wurden 13 Strafverfahren eingeleitet.
Die Zöllnerinnen und Zöllner kontrollierten die Sendungen eines Postdienstleisters. Solche Kontrollen finden laut Polizeiangaben regelmäßig stichprobenweise statt. Dabei werden Pakete und Briefsendungen unter anderem mit moderner Röntgentechnik überprüft. Ergibt sich dabei der Verdacht auf eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit, werden die Sendungen geöffnet und genauer untersucht.
Zoll aus Selb stoppt per Post verschickte Drogensendungen
Die Kreativität der Versender kennt dabei kaum Grenzen: Die Drogen waren unter anderem in Geburtstagskarten, einem kleinen Bluetooth-Lautsprecher sowie in verschiedenen Produktverpackungen versteckt.
Im Rahmen der Kontrolle leitete der Zoll neun Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und vier Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) ein. Dabei wurden folgende Betäubungsmittel und neue psychoaktive Stoffe sichergestellt:
Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz:
- 93 Gramm halluzinogene Pilze mit dem Wirkstoff Psilocybin
- eine Aufzuchtstation für halluzinogene Pilze
- 40 Gramm Amphetamin
- 10 Gramm Crystal
- 60 Tabletten Diazepam
- fünf Tabletten Bromazolam
- 1,3 Gramm Kokain
- 10 Gramm synthetische Cathinone (stimulierend wirkende synthetische Drogen)
- 502 Ecstasy-Tabletten (210 Gramm netto)
Video:
Verstöße gegen das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz: