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"Bares für Rares": Marktredwitzerin landet Volltreffer - mit Flohmarkt-Fund


Autor: Redaktion

Marktredwitz, Samstag, 18. Juli 2026

Für wenige Euro gekauft, im Fernsehen groß abgeräumt: Eine Keramik-Kanne aus dem Kreis Wunsiedel sorgt bei "Bares für Rares" für Staunen und ein hitziges Bietergefecht.
Severine Löwe-Männer aus Marktredwitz verkauft bei der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" eine Keramik-Kanne.


Die 44-Jährige Severine Löwe-Männer trat bei der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" an, um eine alte Keramik-Kanne aus dem Hausflur schätzen zu lassen - mit einem überraschenden Ergebnis. Die Kanne gehörte ursprünglich ihrer Mutter, die sie vor rund 15 Jahren auf einem Flohmarkt für höchstens fünf Euro erwarb.

Seitdem stand das Gefäß im Flur der sechsköpfigen Familie. Löwe-Männer hoffte auf etwa 500 Euro für das Stück. "Das ist nicht meine Kanne, das ist die Kanne meiner Mutter", sagte die Marktredwitzerin zu Beginn der Sendung. "Die Kanne hat meine Kinder überlebt", ergänzte sie mit einem Lachen. "Wenn sie vier wilde Jungs überstanden hat, dann sollte sie nun weiterleben", nimmt Moderator Horst Lichter den Faden auf. 

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Privat ist die 44-Jährige verheiratet, Mutter von vier Söhnen und kümmert sich außerdem um zwei Geckodamen, die ursprünglich ihrem ältesten Sohn gehörten, erzählt sie in der Sendung. Kunsthistorikerin Bianca Berding erkannte in dem Gefäß ein Werk des französischen Künstlers Jean Lurçat, einem Zeitgenossen Pablo Picassos. Die sogenannte "Blue Moon"-Kanne entstand um 1955 in der Werkstatt Sant Vicens in der Provence und gehört zu einer Serie von nur 150 Exemplaren - das vorliegende Stück trägt die Nummer 14. Trotz einer kleinen späteren Nachglasur sei die Kanne gut erhalten. Berding schätzte den Wert auf 1400 bis 1800 Euro. 

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Zum Hintergrund erzählt Berding, dass der Künstler Jean Lurçat an verschiedenen Stationen die Avantgarde genauso wie den Expressionismus kennengelernt und seine Eindrücke in farbenfrohen Mustern und Zeichen auf Teppichen verarbeitet habe. Die gleichen Techniken verwendete er auch auf Keramik, hier auf einer Schwenkkanne, die vor allem verwendet wurde, bevor es fließendes Wasser gab.

Im Händlerraum entwickelte sich anschließend ein regelrechtes Bietergefecht. Die Gebote stiegen von 160 Euro zu Beginn. Schließlich erhielt Kunsthändler Julian Schmitz-Avila bei 1300 Euro den Zuschlag. "Die Verhandlung war für mich überraschend. Ich dachte nicht, dass so viele Händler bieten würden", sagte Löwe-Männer nach dem Verkauf. Mit dem Ergebnis zeigte sie sich zufrieden. Mehr Nachrichten aus Wunsiedel und Umgebung findest du in unserem Lokalressort. Häufiger im Fernsehen zu sehen sind übrigens die Teilnehmer der Langzeit-Reality-Doku "Born Famous - Fluch oder Segen?" - darunter auch die Fränkin Gloria Burkandt, Tochter von Markus Söder.