Winterhausen: Aus für Möbelhersteller Lignum – Betrieb eingestellt
Autor: Isabel Schaffner, Erik Jasper
Winterhausen, Samstag, 31. Oktober 2026
Eine Insolvenz hat einen unterfränkischen Möbelhersteller zum Aufgeben gezwungen. Das Geschäftsmodell sei nicht mehr aufrechtzuerhalten, so der Insolvenzverwalter.
Nach dem lateinischen Wort für Holz benannt, fertigte Lignum in Winterhausen bei Würzburg seit 1989 Küchen und Möbel aus Massivholz. Während die Webseite bereits offline ist, ist auf der Online-Plattform für Bauplanung Homify noch eine Eigenbeschreibung zu finden. "Einzigartige Möbel aus Massivholz und anderen hochwertigen Materialien werden bei uns noch nach den Grundsätzen des traditionellen Handwerks hergestellt", heißt es hier.
Man zeige "Präsenz in der gesamten Region Mainfranken, aber auch überregional, wie in London, Berlin oder München wurden Leistungen der Lignum Möbelmanufaktur bereits in Anspruch genommen". Seit dem 1. September 2026 ist der Betrieb allerdings geschlossen.
Kaufzurückhaltung zwingt Lignum aus Winterhausen in die Knie – Kündigungen
Wie der zuständige Insolvenzverwalter Stefan Herrmann inFranken.de auf Anfrage erklärt, zwangen verschlechterte Rahmenbedingungen zur Aufgabe: Die Umsätze seien aufgrund der allgemeinen Kaufzurückhaltung, insbesondere bei hochwertigen Massivholzmöbeln, gesunken. Gleichzeitig habe man die Kostenstruktur nicht im erforderlichen Umfang anpassen können.
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Rote Zahlen verursachen auch die Schließung eines Möbelherstellers aus dem Kreis Coburg – nach fast 100 Jahren. Es fanden sich keine Personen, die an einer Produktion in der Region interessiert sind.
Auch für Lignum gibt es keine Retter. Vier Arbeitnehmern wurde gekündigt, zwei Auszubildende sind an andere Unternehmen gewechselt. "Bis zur Insolvenzeröffnung wurden noch Restarbeiten ausgeführt. Größere Projekte konnten jedoch nicht mehr fertiggestellt werden", so Herrmann. Weitere Nachrichten aus Würzburg und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.