Der Würzburger Stadtrat hat einstimmig entschieden, den Kardinal-Faulhaber-Platz umzubenennen. Der Namensgeber hat eine fragwürdige NS-Vergangenheit.
Ein Platz in Würzburg erhält einen neuen Namen. Der Stadtrat habe einstimmig beschlossen, den Kardinal-Faulhaber-Platz in Theaterplatz umzubenennen, teilte ein Stadtsprecher am 17. Mai 2024 mit. «Faulhaber wird vorgeworfen, dass er sich - trotz seiner machtvollen Position innerhalb der katholischen Kirche - nicht gegen die nationalsozialistischen Verbrechen eingesetzt hat», erläuterte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Konstantin Mack.
Kardinal Michael von Faulhaber (1869-1952) stammte aus Unterfranken und wurde als Erzbischof von München-Freising bekannt. In der Münchner Innenstadt ist eine Straße nach Faulhaber benannt. Würzburg hatte 2015 begonnen, Straße und Plätze auf mögliche NS-Verstrickungen von Namensgebern und Namensgeberinnen zu überprüfen. Schon 2022 hatte es eine Mehrheit im Stadtrat dafür gegeben, den Kardinal-Faulhaber-Platz umzubenennen.
Bischof Franz Jung hatte die Entscheidung anschließend kritisiert und sich stattdessen für eine Einordnung mit öffentlich zugänglichen Informationen ausgesprochen. Weitere Diskussionen gab es danach über mögliche neue Namen. Der Platz befindet sich gegenüber dem Mainfranken-Theater, das seit Jahren aufwendig saniert und umgebaut wird.
Werden jetzt Menschen verurteilt, die aus Angst sich vor der Regierung des dritten Reiches zurückgehalten haben? Sorry, aber das ist ein Denkfehler. Damals wurde nicht, wie heute bei der "letzten Generation" die Querdenker von der Straße getragen und mit einem lächerlichem Bußgeld geahndet.
Hm eine Verbindung von 3tem Reich und letzter Generation herstellen zu wollen, das muss man aber auch mögen, aber wegen mir.
Woführ ich allerdings kein Verständnis habe, ist an dem Namen Kardinal-Faulhaber Platz festhalten zu wollen. Mal ehrlich aus welchem Grund? Vorgreifend, weil es immer schon so war, ist kein Grund!
Es ist nachzulesen im Internet, wie sich ein Kardinal Faulhaber verhalten hat, u.a. auch nach dem Krieg und das hat logischerweise dann nichts mehr mit "Angst vor der Regierung im dritten Reich" zu tun.
Nebenbei wurde die Umbennung des Platzes durch den Stadtrat beschlossen (Demokratie und so). Falls man sich hier an der Neueinordnung historischer Persönlichkeiten und der damit verbundenen Umbennung gestört fühlt, gibt es immer noch die Möglichkeit am demokratischen Diskurs teilzunehmen und sich um einen Platz im Stadtrat zu bemühen.
so langsam übertreibt ihr es aber.
Wie wäre es damit, die ganze Thematik endlich einmal richtig sachlich aufzuarbeiten?