In den Abendstunden am Samstag haben die Feuerwehr und Hilfsorganisationen in Würzburg gemeinsam den Ernstfall geübt. Das berichtet das Amt für Zivil- und Brandschutz der Stadt Würzburg. Gegen 22:30 Uhr machte sich ein Großaufgebot an Blaulichtfahrzeugen in Richtung A3 auf den Weg zum Katzenbergtunnel.

Rauch dringt aus dem Autobahntunnel, Schreie sind zu hören. Keine einfache Situation für die Rettungskräfte in Würzburg. Bei einem Brand im Tunnel können extreme Temperaturen entstehen. Eine unverzügliche Brandbekämpfung und Evakuierung der Menschen aus dem Tunnel sind erforderlich, um Leben zu retten.

15 verletzte Personen, 110 Einsatzkräfte

Zum Glück handelt es sich bei den Ereignissen am Samstag nur um eine Übung. Mehrere Auffahrunfälle und ein Fahrzeugbrand im Tunnel mit etwa 15 zum Teil schwer verletzten Personen: So sah das Übungsszenario für circa 110 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus. „Ziel ist es, so schnell als möglich den Brand zu löschen und dadurch die Menschenrettung zu ermöglichen“, so der Einsatzleiter der Feuerwehr.

16 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und insgesamt 34 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg mit dem Löschzug 5 (Heidingsfeld) und Löschzug 3 (Sanderau), FF Unterdürrbach, FF Rottenbauer, FF Reichenberg und FF Randersacker konnten ihr Können unter Beweis stellen. Von der sicheren und nicht betroffenen Tunnelröhre aus drangen die Einsatzkräfte in den betroffenen Bereich vor und konnten zügig die Brandbekämpfung einleiten. Verletzte Personen wurden parallel aus dem Tunnel gerettet und dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung und Versorgung übergeben.

Auf Einladung des Amtes für Zivil- und Brandschutz der Stadt Würzburg beteiligten sich die Würzburger Rettungsdienste BRK, Malteser und Johanniter sowie mehrere Notärzte an der großen Einsatzübung im Katzenbergtunnel am Samstag, dem 08.10.2022.

Ziel: Zusammenarbeit der Einsatzkräfte optimieren

Ein wesentliches Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit von Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei, THW und der Autobahn GmbH zu trainieren und zu optimieren. Beobachter aller Hilfsorganisationen evaluierten die Strukturierung der Einsatzstelle, die Zusammenarbeit an den Schnittstellen sowie die Patientenversorgung und die Transportorganisation.

Seitens des Rettungsdienstes beteiligten sich rund 60 Einsatzkräfte, 6 Notärzte und 23 Einsatzfahrzeuge, einschließlich ehrenamtlicher Schnelleinsatzgruppen aus Stadt und Landkreis Würzburg, sowie die Integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr an der Bewältigung des dargestellten Großschadensfalls. 16 Freiwillige der Hilfsorganisationen wurden geschminkt und schlüpften in die Rolle der Verletzten.

Ein zusätzlicher Rettungswagen stand für eventuelle Realeinsätze bereit. "Seit der Inbetriebnahme des Katzenbergtunnels zählt erstmals ein Autobahntunnel zum Einsatzspektrum in unserem Stadtgebiet. Heute konnte das zugehörige Einsatzkonzept beübt und die Zusammenarbeit mit den weiteren Organisationen trainiert werden." Harald Rehmann, Leiter des Amtes für Zivil und Brandschutz, dankte allen beteiligten Einsatzkräften. Nur durch ständige Übungen und Fortbildungen können Strukturen verbessert und die Zusammenarbeit gefördert werden. Die Bevölkerung in Würzburg kann sich auf eine gut funktionierende Einheit der Hilfsorganisationen verlassen.