Würzburg: Verwirrung in Prozess um tödliche Silvesterrakete - Kripo muss nachermitteln
Autor: Agentur dpa, Redaktion, Erik Jasper
Würzburg, Mittwoch, 28. Oktober 2026
An Neujahr verlor eine 88-jährige Seniorin in Würzburg durch eine Rauchvergiftung ihr Leben. Im Prozess um den tragischen Todesfall kommt es nun zu Verzögerungen.
Update vom 28.10.2026: Prozess um tödliche Silvesterrakete - Kripo muss nachermitteln
Die ursprünglich für Montag (26. Oktober 2026) angesetzte Fortsetzung des Prozesses um den Tod einer 88-Jährigen vor dem Amtsgericht Würzburg verzögert sich bis auf Weiteres. Dies bestätigte ein Sprecher des Gerichts gegenüber inFranken.
Demnach wurde der ursprüngliche Termin aufgehoben, weil die Kriminalpolizei weiterhin mit Nachermittlungen beschäftigt ist. Wann die Verhandlung weitergeht, ist aktuell noch offen.
Verzögerung in Prozess in Würzburg
An Neujahr 2025/2026 hatte eine Silvesterrakete den Balkon der schlafenden Seniorin getroffen und dort verschiedene Gegenstände in Brand gesetzt. Daraufhin drang Rauch in die Wohnung des pflegebedürftigen Opfers ein - mit fatalen Folgen. Einsatzkräfte fanden die Frau bewusstlos in ihrer Wohnung, sie erlag schließlich den Folgen einer Rauchvergiftung. Vor dem Würzburger Amtsgericht war es zuletzt unklar, wer von den beiden Angeklagten die Rakete gezündet hatte.
Update vom 14.10.2026, 18.05 Uhr: Verwirrung in Prozess um tödliche Silvesterrakete
In der Silvesternacht des vergangenen Jahres ereignete sich in Würzburg ein tragisches Unglück: Eine schlafende, pflegebedürftige Frau kam durch ein Feuer ums Leben, das durch eine Rakete auf ihrem Balkon ausgelöst worden sein soll.
Vor dem Amtsgericht Würzburg gestand nun ein angeklagter Mann, mehrere Raketen gezündet zu haben – darunter auch eine beschädigte. Der 42-Jährige äußerte vor dem Schöffengericht: "Es tut mir leid. Ich wollte das nicht."
Prozess vor Amtsgericht Würzburg: Wer zündete die Rakete?
Laut Staatsanwaltschaft war dem Mann bekannt, dass der Holzstab der Rakete gebrochen war. "Dies führte, für den Angeklagten vorhersehbar und vermeidbar, dazu, dass die Rakete zunächst etwa drei bis vier Meter gerade nach oben flog, dann die Richtung änderte und auf dem Balkon der Wohnung der Geschädigten landete", erklärte die Anklagevertreterin. Dort entzündeten sich den Ermittlungen zufolge verschiedene Gegenstände, und der gefährliche Rauch drang in die Wohnung des Opfers ein.
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Beim Löschen entdeckten Rettungskräfte die 88-jährige, gehbehinderte Bewohnerin bewusstlos in ihrer Wohnung. Jede Hilfe kam zu spät, und sie verstarb an einer Rauchvergiftung. Eine Zeugin und ihr Mann gaben jedoch vor Gericht an, ein Freund des Angeklagten habe kurz nach Mitternacht die verhängnisvolle Rakete gezündet und absichtlich auf das Haus gezielt. Neben dem Angeklagten gab es kurz nach dem Brand tatsächlich einen weiteren, 49-jährigen Verdächtigen.