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Würzburg: Brandstiftung an der "Naturheilinsel" - Polizei verzeichnet Ermittlungserfolg nach sechs Jahren


Autor: Redaktion

Würzburg, Montag, 05. Juni 2023

Auf dem Gelände der "Naturheilinsel" in Würzburg wurden zwischen den Jahren 2017 und 2022 insgesamt acht Brände gelegt. Nun gelang der Polizei ein wichtiger Ermittlungserfolg.


Im Fall mehrerer Brandstiftungen auf dem Gelände der "Naturheilinsel" zwischen den Jahren 2017 und 2022 konnte die Kriminalpolizei Würzburg nach intensiven und langen Ermittlungen einen Verdächtigen festnehmen.

Wie das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Würzburg berichten, steht ein 45-jähriger Mann im Verdacht, die Feuer gelegt und damit hohen Sachschaden verursacht zu haben. Gegen den Verdächtigen wurde ein Haftbefehl erlassen.

Würzburg: Tatverdächtiger soll insgesamt acht Brände gelegt haben

Seit dem Jahr 2017 kam es auf der Flussinsel zwischen Würzburg und Randersacker zu insgesamt acht Bränden. Die Ermittlungen der Würzburger Polizei deuteten in allen Fällen schnell auf Brandstiftung hin. Durch die Feuer wurden verschiedene Gebäude wie Gartenhütten, ein Vereinsheim sowie die sogenannte "Damenhalle" beschädigt. Verletzte waren nicht zu beklagen, allerdings beläuft sich der Sachschaden durch alle Brände auf einen hohen fünfstelligen Bereich.

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An einem Brandort konnte Anfang 2022 ein Holzstück sichergestellt werden, an dem sich DNA-Spuren befanden. Darauffolgende Auswertungen verdichteten den Verdacht der Ermittler gegen den 45-Jährigen.

Weiterführende Maßnahmen der Polizei wurden durch die Staatsanwaltschaft Würzburg beantragt und vom Amtsgericht Würzburg angeordnet. So konnten beispielsweise durch die Sicherstellung weiterer Beweismittel belastende Hinweise und Spuren erlangt werden, die für die Täterschaft des Verdächtigen sprechen. Der Weg führte die Brandermittler im Zuge der Ermittlungen sogar zu Zeugenvernehmungen in Norddeutschland.

Die Suche nach dem Täter führte die Polizei bis nach Norddeutschland

Nach Sichtung der Ermittlungsergebnisse hat das Amtsgericht Würzburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Im Anschluss an die Festnahme wurde der Tatverdächtige dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser hielt den Untersuchungshaftbefehl aufrecht. Der 45-Jährige sitzt inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt ein.