Treuchtlingen: Unersetzliches in Marienkirche von Unwetter zerstört
Autor: Redaktion
Treuchtlingen, Mittwoch, 09. Sept. 2026
Hagel, Sturmböen und Starkregen fegten am Montagabend über Franken hinweg. Eine denkmalgeschützte Kirche wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Nun berichtet die Feuerwehr.
Am Montagabend (7. September 2026) rief ein Unwetter in Treuchtlingen im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen die Feuerwehr und Polizei auf den Plan. Zahlreiche Vorfälle forderten die Einsatzkräfte, wie die Polizeiinspektion Treuchtlingen mitteilte. Die Feuerwehr Treuchtlingen berichtet von "Hagel, Sturmböen und Starkregen". Der Kommandant, Stephan Otter, spricht gegenüber inFranken.de sogar von einer Art "Windhose".
Insgesamt 13 Einsätze hatte die Feuerwehr am Montagabend laut ihrem Bericht zu bestreiten. Diese umfassten demnach die Beseitigung von umgestürzten Bäumen und abgerissenen Ästen, die Sicherung von Einsatzstellen sowie abgedeckte Dächer, an denen sich durch die Sturmböen Ziegel gelöst hatten und zu Boden krachten.
Unwetterschäden in Treuchtlingen: "War auch für uns überraschend"
In der Bahnhofsstraße beschädigte der Hagel die historischen Buntglasscheiben der denkmalgeschützten Maria-Himmelfahrt-Kirche, auch Marienkirche oder Juradom genannt. Diese spezifischen Scheiben der Marienkirche hatten sogar den Zweiten Weltkrieg überlebt, wie Otter erklärt. Das Unwetter haben sie allerdings nicht mehr überstanden.
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"Komplett zersplittert" hat die Feuerwehr die Scheiben vorgefunden, so Otter. Die Feuerwehr Treuchtlingen sei im Nachgang von den Verantwortlichen der Kirchengemeinde hinzugezogen worden, um das Ausmaß des Schadens vor Ort zu begutachten. Die zerstörten Buntglasfenster waren die letzten historischen Scheiben, erläutert Otter. Das Unwetter drückte das Glas ein, obwohl sich die Fenster mit den fraglichen Scheiben seitlich an der Kirche befanden. "Das war auch für uns überraschend", so Otter.
Das Unwetter sei "sehr konzentriert" gewesen. Nur wenige Kilometer weiter sei wenig bis gar nichts von dem Unwetter zu spüren gewesen. "Punktuell", nennt es auch Marina Stoll, Pressesprecherin der Stadt Treuchtlingen, auf Nachfrage von inFranken.de.
"Es hat ganz schön gehaust bei uns"
Es habe im Nachgang "einige Aufräumaktionen" in der Stadt gegeben, beurteilt Stoll. Auch bei einem städtischen Gebäude sei ein Teil des Dachs beschädigt; in der Altmühltherme Treuchtlingen seien gar Liegestühle herumgeflogen.
"Es hat ganz schön gehaust bei uns", resümiert Otter. "Wir hatten Glück im Unglück." Am Park & Ride-Parkplatz direkt am Treuchtlinger Bahnhof stürzten durch das Unwetter einige große Äste ab, so Otter. Diese begruben mehrere Autos unter sich. Bei einem Baum brach sogar die Krone, klappte aufgrund einer sogenannten Kronensicherung jedoch nur nach unten, anstatt in Gänze zu fallen. Verletzt wurde laut Otter niemand.