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Trafostation in Schweinfurt explodiert: War Hitze die Ursache?


Autor: Redaktion

Schweinfurt, Samstag, 04. Juli 2015

Kühlschränke, Eisfächer, Klimaanlagen, Ventilatoren - nichts ging mehr. Eine Explosion legte eine Trafostation und die Stromversorgung in Schweinfurt lahm. Hat die extreme Sommerhitze das Unglück verursacht?
Feuer und dichter schwarzer Rauch ist am 04.07.2015 in Schweinfurt (Bayern) im abgesperrten Bereich einer Trafostation zu sehen. Nach einer Explosion in der Trafostation ist in Schweinfurt der Strom ausgefallen. Das Feuer konnte nach zwei Stunden gelöscht werden; auch die Stromversorgung in der 51 000-Einwohner-Stadt war am Mittag wiederhergestellt. Verletzt wurde niemand. Foto: André Jurleit/dpa


Nach einer Explosion in einer Trafostation ist am Samstagmorgen in Schweinfurt der Strom ausgefallen - und das ausgerechnet am bisher heißesten Tag des Jahres. Das Feuer konnte nach zwei Stunden gelöscht werden; auch die Stromversorgung in der 51 000-Einwohner-Stadt war am Mittag wiederhergestellt. Verletzt wurde niemand.

Insgesamt waren sieben Schweinfurter Stadtteile vom Stromausfall betroffen, auch der Zugverkehr war gesperrt. Der Schaden wird auf eine Summe im sechsstelligen Bereich geschätzt.

Wie die Polizei Unterfranken mitteilte, hatte ein Zeuge am Morgen die Explosion gemeldet. Neben offenen Flammen bildete sich auch eine hohe schwarze Rauchwolke. Umherfliegende Teile beschädigten drei geparkte Autos und ein vorbeifahrendes Fahrzeug. Anwohner wurden aufgefordert, wegen des möglicherweise giftigen Rauchs vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten. Mehrere Straßen rund um die Trafostation wurden gesperrt.

Die fünf mal sechs Meter große und vier bis fünf Meter hohe Trafostation befindet sich im umzäunten Gelände eines Umspannwerks. Die Polizei geht davon aus, dass ein technischer Defekt die Explosion verursacht hat. Es sei nicht auszuschließen, dass die Hitze zu dem Unglück "ein bisschen beigetragen" haben könnte, sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Schweinfurt, Jörg Sacher.