Schweinfurt 05 beim angeknockten Boxer
Autor: Michael Bauer
Schweinfurt, Donnerstag, 23. August 2018
Gewonnen hat das Team von 1860 Rosenheim diese Saison noch nicht. Schweinfurts Trainer Timo Wenzel sagt, warum seine 05er dennoch gewarnt sein sollten.
Nein, ein gutes Pflaster ist das Rosenheimer Jahnstadion, in dem das einst satte Rot zu Pastell-Rosa verblichen ist, für den FC 05 schon länger nicht. Zuletzt gab's dort ein 2:2, im Jahr davor eine 2:4-Niederlage. Stets machte den Schweinfurtern die Angriffsreihe des TSV 1860 zu schaffen. Die aber ist in der aktuellen Runde noch torlos, drei der fünf Saisontore gehen aufs Konto von Mittelfeldmann Michael Neumeier. Und so wartet auf die Nullfünfer ein angeschlagener Boxer mit zuletzt fünf Niederlagen am Stück.
"Genau das macht diese Mannschaft so gefährlich für uns", warnt 05-Trainer Timo Wenzel. "So einem angeschlagenen Boxer gelingt dann manchmal ein Lucky Punch." Wenzel zollt den Oberbayern aber vor allem Respekt, "weil die auch Fußball spielen wollen, die haben Stürmer, die höllisch gut kicken können". Dem aktuell Drittletzten würden lediglich die Ergebnisse fehlen.
Dennoch stellt Wenzel klar: "Wir fahren nicht einfach 360 Kilometer, um dann nicht zu gewinnen. Nur dürfen wir eben nicht wegen des Tabellenstandes des Gegners einen Schritt weniger, nein, wir müssen sogar noch einen mehr machen." Heißt: mutig nach vorn, wie schon gegen Schalke, im 4-3-3-System.
Die Schweinfurter Startaufstellung in Rosenheim könnte der aus dem DFB-Pokal-Spiel sehr nahe kommen. So werden Gianluca Scrudato links hinten und Stefan Maderer rechts vorne wieder beginnen. Gute Chancen, in die Innenverteidigung zu rücken, hat der Ex-Würzburger Lukas Billick.