Der Feldhamster ist weltweit vom Aussterben bedroht. Gründe dafür sind der Klimawandel oder die Zerschneidung der Lebensräume beispielsweise durch Straßenbau. Allerdings stellt vor allem die Intensivierung der Landwirtschaft in Deutschland die größte Gefahr für den Feldhamster dar, so die Grünen in einer Pressemitteilung. 

Eine der größten Feldhamster-Populationen gibt es in Unterfranken. Allerdings wurden hier 2019 gerade einmal nur 517 Baue gezählt.  Wie Kerstin Celina, Patrick Friedl und Paul Knoblach (Bündnis 90, Die Grünen) berichten, beteiligen sich am "Artenhilfsprogramm Feldhamster" nur wenige Landwirte. 

"Hamstergereche Bewirtschaftung": nur wenige Landwirte beteiligen sich

Bei dem Programm geht es darum, dass eine hamstergerechte Bewirtschaftung mit Luzerne-Getreide-Mischstreifen betrieben wird und verschiedene Getreidestreifen einfach stehen gelassen werden, als Nahrung für den Feldhamster. Die Landtags-Grünen fordern Maßnahmen: „Wenn wir unsere Anstrengungen zum Schutz der Feldhamster nicht deutlich verstärken, wird diese Art in zwanzig Jahren in Bayern nicht mehr vorkommen“, befürchtet Kerstin Celina. 

Der Hamster sei ein Opfer verfehlter Agrarpolitik, heißt es in der Pressemitteilung. "Mit einer vielgliedrigen Fruchtfolge und weniger Ackergiften, wie sie der Ökolandbau praktiziert, käme auch der Feldhamster besser zurecht“, sagt Paul Knoblach.

Foto: Andreas Hart/lbv-Archiv