Schweinfurt. Im Schweinfurter Rotlichtmilieu sind drei Objekte durchsucht worden.
Wie der Zoll gestern mitteilte, ergab sich nach der Aktion in mehreren Fällen der Verdacht auf Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung. Ein Unternehmer steht nun im Visier der Justiz.
Mehr als 45 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und der Schweinfurter Polizei sind bei der dreistündigen Durchsuchungsaktion für die Staatsanwaltschaft im nächtlichen Einsatz gewesen.
Ein Bordellbetreiber aus dem Raum Schweinfurt soll laut Zoll-Mitteilung über mehrere Wochen Arbeitsentgelt in Form von Sozialversicherungsbeiträgen vorenthalten haben.
Unter den Bordellbeschäftigten trafen die Zöllner bei der Durchsuchung auf eine Osteuropäerin ohne gültige Arbeitserlaubnis und eine Südamerikanerin ohne Aufenthaltserlaubnis. Während die 25-jährige Osteuropäerin lediglich ein Verwarnungsbußgeld zahlen muss, sind die Folgen des illegalen Aufenthalts für ihre Kollegin weitreichend. Die 39-jährige Kolumbianerin wurde vorläufig festgenommen und in die Abschiebehaft überstellt.
Neben mehreren Personenkontrollen gab es im Rahmen der Zoll-Aktion auch 13 Vernehmungen. Zur Beweissicherung beschlagnahmte das Hauptzollamt sowohl Akten als auch Bargeld im unteren fünfstelligen Bereich. Die Polizei stellte Verstöße gegen die Gewerbeordnung und gegen das Gaststättengesetz fest.