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Mit Schwert unterwegs: psychisch kranker Mann in Schweinfurt festgenommen


Autor: Redaktion

Schweinfurt, Mittwoch, 07. Oktober 2015

Ein 67-Jähriger aus Magdeburg hat am Dienstagabend gedroht, in Schweinfurt Unheil mit seinem Schwert anzurichten und forderte seine Verhaftung.
Foto: Polizei


Ein offenbar psychisch kranker Mann aus Sachsen-Anhalt war am Dienstagabend mit einem sogenannten "Excalibur-Schwert", einer Dekorationswaffe, bewaffnet in Schweinfurt unterwegs und drohte mehrfach damit, Unheil anrichten zu wollen.

Wie der 67-Jährige zuvor die ungefähr 300 Kilometer Anreise aus dem Bereich von Magdeburg hinter sich gebracht hat, ist derzeit noch nicht bekannt. Ebenso, wie und woher er sich die Dekorationswaffe beschafft hat.
Gegen 22 Uhr rief der Mann zunächst mehrfach in der Notrufzentrale Unterfranken an und wollte aus nicht näher bekannten Gründen in Untersuchungshaft genommen werden.

Nachdem die ersten Anrufe für ihn anscheinend nicht zufriedenstellend verliefen, teilte er dann kurze Zeit später mit, dass er sich jetzt mit einem Schwert bewaffnet habe und wenn nicht gleich eine Streife käme, etwas Schlimmes passieren würde.Nachdem der Anrufer in der Gymnasiumstraße lokalisiert worden war, fuhren mehrere Streifenwagen die Örtlichkeit an.

Direkt neben sich hatte der Mann das Schwert in die Erde gesteckt. Bei seiner Durchsuchung fand sich auch noch ein Messer in der Hosentasche. Weil er sich nicht ausweisen konnte und nur wirres Zeug daherredete, wurde er festgenommen und zur Dienststelle abtransportiert. Schließlich stellte sich seine Identität heraus und eine nahe Angehörige konnte telefonisch erreicht werden.

Hier wurden schließlich die diversen psychischen Vorerkrankungen des Mannes in Erfahrung gebracht und dass er erst kürzlich aus einer geschlossenen Einrichtung entlassen worden war. Zudem soll er in seinem derzeitigen Zustand in der Vergangenheit auch schon des Öfteren gegen Dritte gewaltsam vorgegangen sein.

Weil er im Rahmen der Sachbearbeitung immer unkooperativer und aggressiver wurde, erfolgte seine Einweisung wegen Selbst- und Gemeingefährlichkeit in das nächstgelegene Bezirkskrankenhaus. Zudem wird jetzt noch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz gegen ihn geführt. Dazu wurden das Schwert und das Messer beschlagnahmt.