Kurioser Notruf in Unterfranken: "Fahndung" nach joggendem Bankräuber
Autor: Redaktion
Donnersdorf, Mittwoch, 31. Januar 2018
Eine Frau hat der Polizei einen flüchtenden Bankräuber gemeldet. Der Mann konnte auch schnell gefunden werden - doch ein Bankräuber war es nicht...
Der Arbeitsalltag bei der Polizei ist meistens nicht zum Lachen - hat man es doch oft genug mit schweren Straftaten zu tun. Doch manchmal entpuppt sich ein vermeintliches Verbrechen auch als harmloses, mitunter sogar witziges, Missverständnis. So geschehen am vergangenen Freitag im unterfränkischen Donnersdorf (Landkreis Schweinfurt). Über den Fall berichtete am Mittwoch die Polizei Unterfranken auf Facebook und erntete dafür einige Lacher.
Doch von vorne: Per Notruf meldete vergangenen Freitag eine Zeugin einen Banküberfall in Donnersdorf: "Gerade ist ein maskierter Mann in Richtung Sparkasse gerannt. Er hatte eine schwarze Skimaske auf, man hat nur die Augen gesehen!" , sagte die Frau am Telefon. Die Polizei reagierte umgehend und mehrere Streifen machten sich auf den Weg zum "Tatort". Doch die Kontaktaufnahme mit der Sparkassen-Filiale verläuft problemlos. Alles in Ordnung, heißt es aus der Bank - während draußen der im Notruf beschriebene Mann erneut vorbei gerannt kommt. Von der Streife angesprochen, klärte sich dann alles auf: Der junge Mann drehte tatsächlich fleißig seine Runden um besagte Sparkasse - allerdings handelte es sich bloß um einen harmlosen Jogger, der aufgrund der Kälte sein Gesicht mit der Skimaske bedeckt hatte.
Konsequenzen hat das Ganze übrigens weder für den Jogger - dem allerdings von der Polizei nahegelegt wurde, die Auswahl seines Outfits "zu überdenken" - noch für die Mitteilerin, die den Notruf abgesetzt hat. Denn - und das unterstreicht die Polizei selbst auch in dem Beitrag - besser einmal zuviel die Polizei alarmiert, als einmal zu wenig.