"Klimaleuchtturm" Kessler Field
Autor: Redaktion
Schweinfurt, Freitag, 28. Februar 2020
Wohnraum für 700 Einwohner entsteht in den nächsten Jahren in Kessler Field.
Ein großer Wurf Schweinfurter Städtebaus für die Zukunft? Das Potenzial dazu zumindest haben die Pläne, die Vinzenz Dilcher von UmbauStadt aus Weimar gemeinsam mit der Bauverwaltung für den neuen Stadtteil Kessler Field entwickelt hat. Wie im Hauptausschuss stießen sie auch im Stadtrat auf grundsätzlich positive Resonanz.
Nachdem die US-amerikanischen Soldaten 2014 aus Schweinfurt abgezogen sind, gibt es 70 Hektar sogenannte Konversionsfläche. Während in Bellevue, einstmals Askren Manor, für die geplanten 650 Wohneinheiten dort bereits seit langem kräftig gebuddelt, gehämmert und gebohrt wird, steht die Entwicklung im Kessler Field erst bevor.
Lediglich in Yorktown-Village, direkt im Anschluss an das Kessler Field, zog neues Leben ein, die 64 Doppelhaushälften wurden im Sommer 2016 verlost, über 900 Bürger hatten sich beworben. Für das Kessler Field selbst im Süden wird nun ein Bebauungsplan entwickelt, der so schnell wie möglich Baurecht schaffen soll. Bis 2026, dem Jahr der Landesgartenschau, soll der neue Stadtteil nämlich schon fast fertig sein.
Das Gebiet ist rund zehn Hektar groß, entstehen sollen im Endausbau 230 Wohneinheiten sowie 25 Gewerbeeinheiten für rund 700 Einwohner.
Begrenzt wird das Kessler Field im Norden durch Yorktown, im Süden durch die Willi-Kaidel-Straße sowie zwei große Gewerbebetriebe in der ehemaligen Turnhalle und der früheren Bowlingbahn. Im Osten liegt die Heeresstraße, im Westen das Gelände des Reitvereins sowie die International School of Mainfranken.
Neue Heimstatt für Baseballer
In einem ersten Schritt wird nun das Bebauungsplan-Verfahren für den Bau von 60 Einfamilienhäusern als Reihenhäuser, frei stehende Häuser oder Doppelhäuser im Anschluss an Yorktown Village auf dem jetzigen Baseballfeld in die Wege geleitet. Die Baseballer der DJK Schweinfurt Giants bekommen eine neue Heimstatt, wie Sportreferent Jürgen Montag bestätigte.
Aus Sicht von Stadtwerke-Chef Thomas Kästner wird Kessler Field "ein Klimaleuchtturm", der Maßstäbe für die Stadt setze und wie man zukünftig Baugebiete plane und umsetze. Die Stadtwerke engagieren sich dafür, den ersten Stadtteil Schweinfurts zu schaffen, der klimaneutral ist und in Sachen Digitalisierung, Mobilität, Energieversorgung und Energiegewinnung in Schweinfurt neue Maßstäbe setzt.