Kik-Kahlschlag trifft auch Schweinfurt - folgen weitere fränkische Filialen?
Autor: Manuel Dietz, Ellen Schneider
Schweinfurt, Dienstag, 24. März 2026
Eine Kik-Filiale in Franken wurde im Zuge des Kahlschlags bei der Discounter-Kette bereits geschlossen. Gegenüber inFranken.de äußert sich das Unternehmen.
Beim Non-Food-Discounter Kik ist aktuell einiges in Bewegung: Wie der Geschäftsführer des Unternehmens gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) äußerte, sollen deutschlandweit in diesem Jahr 135 Filialen geschlossen werden. Wie sieht die Situation in der Region aus? inFranken.de hat bei Kik nachgehakt.
Der Discounter versichert: Die Filialen in Gemünden, Karlstadt, Marktheidenfeld und Zellingen im Kreis Main-Spessart seien nicht von den angekündigten Schließungen betroffen. "Gleichzeitig möchten wir betonen, dass der Prozess der Portfoliobereinigung nicht abgeschlossen ist", teilt das Unternehmen mit.
"Bitten um Verständnis": Kik schließt Hunderte Filialen - auch in Franken?
Fest steht jedoch: Die Kik-Filiale in der Schweinfurter Brückenstraße bleibt dauerhaft geschlossen. Das teilt der Textil-Discounter am Freitag (20. Februar 2026) auf Nachfrage von inFranken.de mit. Demnach hat das Geschäft bereits zum 11. Februar seinen Betrieb eingestellt. Erst kürzlich hatte das Unternehmen angekündigt, aufgrund der wirtschaftlichen Probleme noch im ersten Quartal 2026 europaweit 50 Filialen zu schließen. Allein in Deutschland sollen in diesem Zuge 25 Standorte verschwinden.
Laut eigenen Angaben betreibt die Einzelhandelskette in Europa rund 4200 Geschäfte, etwa 2300 davon hierzulande. "Wir bitten um Verständnis, dass wir auf einzelne Standorte aktuell nicht eingehen können", heißt es dazu vonseiten des Unternehmens.
Dass die Schließung der Schweinfurter Kik-Filiale in der Brückenstraße mit den aktuellen Entwicklungen zusammenhängt, könne man jedoch bestätigen. Gegenüber inFranken.de äußert sich das Unternehmen nun zur aktuellen Lage.
Kik-Schließung in Schweinfurt - Unternehmen nennt Gründe für Maßnahme
"Mit unseren günstigen Preisen geben wir vielen Menschen die Chance, qualitativ gute und robuste Produkte zu kaufen, die es sich sonst nicht leisten könnten", teilt Kik auf Nachfrage von inFranken.de mit. "Damit geben wir ihnen die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe und demokratisieren Konsumprozesse", heißt es weiter. Man sehe aber auch, dass sich die Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren "deutlich verändert" haben.
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Nach Angaben des Textil-Discounters stellen sowohl "veränderte Wettbewerbsdynamiken und ein härter umkämpftes Marktumfeld", als auch "anhaltende Inflation, eine spürbare Kaufzurückhaltung der Kunden sowie zeitweise beeinträchtigte Lieferketten" die gesamte Branche vor "erhebliche Herausforderungen" und gehen damit auch an Kik nicht spurlos vorbei. Man müsse sich diesen "neuen Entwicklungen und Erfordernissen" deshalb anpassen und befinde sich daher aktuell im Prozess einer "langfristigen Portfoliobereinigung".