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Schweinfurt: Zwei Schwestern (6 & 7) ertrinken – Eltern verurteilt


Autor: Alexander Milesevic, Stefan Lutter, Agentur dpa

Schweinfurt, Freitag, 22. Mai 2026

Zwei Schwestern sind bei einem Badeunfall am Baggersee in Schweinfurt ums Leben gekommen. Jetzt Die Eltern stehen nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung vor Gericht.
Rund zehn Monate nach dem tragischen Badeunfall zweier kleiner Schwestern am Schweinfurter Baggersee hat am Freitagmorgen vor dem Amtsgericht Schweinfurt der Prozess gegen die Eltern begonnen. Die 33 und 39 Jahre alten Angeklagten müssen sich wegen fahrlässiger Tötung durch Verletzung der Aufsichtspflicht verantworten.


Update vom 22.05.2026: Schwestern ertrinken im See – Eltern ohne Strafe verurteilt

Gut zehn Monate nach dem tödlichen Badeunfall von zwei sechs und sieben Jahre alten Schwestern in Unterfranken hat das Amtsgericht Schweinfurt die Eltern wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Es sah jedoch von einer Strafe ab, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. 

Aus Sicht des Gerichts sind die 33 Jahre alte Mutter und der 39 Jahre alte Vater vom Tod ihrer Kinder schon so schwer getroffen, dass das Verhängen einer Strafe verfehlt wäre. Eine Verurteilung wegen Verletzung der Fürsorgepflicht - wie von der Staatsanwaltschaft gefordert - erfolgte nicht. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Die Obduktion der sechs und sieben Jahre alten Mädchen hatte nach dem Unfall am 14. August 2025 ergeben, dass sie ertrunken waren. Die Kinder sollen laut Anklage mindestens zehn Minuten unter Wasser gewesen sein. 

Keine Schwimmhilfen – Badegäste als Helfer

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Eltern mindestens 15 Minuten lang am See nicht auf die beiden Schwestern aufgepasst hatten, die nicht schwimmen konnten. "Beide Kinder trugen auch keine Schwimmflügel oder ähnliche Schwimmhilfen, um zu verhindern, dass sie im Wasser untergehen", hieß es in der Anklage. Die Anklagebehörde hatte wie auch die Verteidigung in ihrem Plädoyer ein Absehen von Strafe für die Eltern beantragt. Ein Badegast hatte die leblose Siebenjährige im Wasser treibend entdeckt, etwa 15 Meter vom Ufer entfernt. "Das Mädchen lag mit dem Kopf nach unten im See und bewegte sich nicht", so die Anklage. Kurz darauf fand ein weiterer Helfer auch das zweite Mädchen unter der Wasseroberfläche.

Beide Kinder wurden reanimiert und in Kliniken gebracht. Einen Tag später starb die Siebenjährige, der Tod ihrer Schwester wurde tags darauf gemeldet.

Update vom 21.05.2026, 19.05 Uhr: Fahrlässige Tötung? Prozess gegen Eltern beginnt

In Schweinfurt beginnt am Freitag, 22. Mai 2026, der Gerichtsprozess gegen die Eltern zweier Mädchen, die nach einem Badeunfall in einem See ums Leben gekommen sind. Die Kinder, sechs und sieben Jahre alt, waren am See baden, als sich das Unglück ereignete.

Die Staatsanwaltschaft wirft den 33 und 39 Jahre alten Eltern fahrlässige Tötung vor. Sie sollen ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Bisher haben sie sich zu den Vorwürfen nicht geäußert. Die Obduktion ergab, dass die Mädchen ertrunken sind. Nach Angaben der Ermittler waren sie mindestens zehn Minuten unter Wasser, bevor Badegäste sie entdeckten und ans Ufer holten. Beide Kinder konnten nicht schwimmen.

Ersthelfer und Ärzte bemühten sich noch, die Mädchen zu retten. Die Siebenjährige starb einen Tag nach dem Unfall, die sechsjährige Schwester einen Tag später. Prozessbeginn ist um 9.00 Uhr am Amtsgericht Schweinfurt. 

Update vom 29.01.2026, 11.05 Uhr: Zwei Mädchen am Baggersee Schweinfurt gestorben - Anklage gegen Eltern

Gut fünf Monate nach einem tödlichen Badeunfall von zwei Schwestern am Baggersee in Schweinfurt hat die Staatsanwaltschaft die Eltern der Mädchen angeklagt.

Es gehe um den Vorwurf der fahrlässigen Tötung durch Verletzung der Aufsichtspflicht, sagte ein Sprecher der Behörde. Die Beschuldigten hätten sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Nun muss das Amtsgericht Schweinfurt entscheiden, ob es die Anklage zulässt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Die Obduktion der sechs und sieben Jahre alten Mädchen hatte nach dem Unfall am 14. August 2025 ergeben, dass sie ertrunken waren. Die Kinder sollen mindestens zehn Minuten unter Wasser gewesen sein. 

Schwimmflügel trieb im Wasser - Schwestern (6 und 7) ertranken in Schweinfurter Baggersee 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Eltern 10 bis 15 Minuten lang am See nicht auf die beiden Schwestern aufgepasst hatten, obwohl die Mädchen nicht schwimmen konnten. Die Kinder seien zu weit ins Wasser gegangen, hätten nicht mehr ans Ufer gelangen können und seien ertrunken.

Badegäste entdeckten zunächst einen im Wasser treibenden Schwimmflügel, später dann die leblose Siebenjährige. Kurz darauf fand ein Helfer auch das zweite Mädchen unter der Wasseroberfläche. Beide Kinder wurden reanimiert und in Kliniken gebracht. Einen Tag später starb die Siebenjährige, der Tod ihrer Schwester wurde tags darauf bekannt.

Update vom 21.08.2025, 9.47 Uhr: Ermittlungen gegen Eltern nach Badeunfall von Schwestern

Nach einem tödlichen Badeunfall von zwei Schwestern an einem Baggersee in Schweinfurt ermittelt die Polizei gegen die Eltern der Mädchen. Es gehe um den Verdacht der fahrlässigen Tötung durch Verletzung der Aufsichtspflicht, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Beschuldigten sollen im Laufe der Woche befragt werden. "Wir müssen aufklären, was falsch gelaufen ist."

Die Obduktion der sechs- und siebenjährigen Mädchen habe ergeben, dass sie ertrunken seien, sagte der Sprecher.

Laut Polizeiangaben hatten die Kinder am vergangenen Donnerstag (14. August 2025) ohne Aufsicht im See gebadet und waren dabei untergegangen. Badegäste entdeckten zunächst einen im Wasser treibenden Schwimmflügel, später dann das leblose siebenjährige Mädchen. Kurz darauf fand ein Helfer auch das zweite Mädchen unter der Wasseroberfläche.

Mädchen sterben nach Reanimation in Krankenhäusern

Beide Kinder wurden laut Polizei wiederbelebt und in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Am Freitag starb die Siebenjährige, der Tod ihrer Schwester wurde am Samstag bekannt.

Update vom 18.08.2025, 11 Uhr: Zwei Mädchen sterben bei Badeunfall - Eltern sollen verhört werden

Nach einem tragischen Badeunfall von zwei Schwestern in Unterfranken sollen nun die Eltern der Mädchen befragt werden. Dies sei bisher nicht möglich gewesen, erklärte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse -Agentur. Zudem sollen Zeugen interviewt werden, die das Unglück am Donnerstagabend (14. August 2025) an einem Baggersee in Schweinfurt möglicherweise beobachtet haben.

Die Kriminalpolizei untersucht die Hintergründe. Nach Angaben der Polizei hatten die sechs und sieben Jahre alten Kinder am Donnerstag unbeaufsichtigt im See gespielt und waren dabei untergegangen. Badegäste entdeckten zunächst einen im Wasser treibenden Schwimmflügel, später dann das leblose siebenjährige Mädchen.

Kurz darauf fand ein Helfer auch das zweite Mädchen unter der Wasseroberfläche. Beide Kinder wurden laut Polizei reanimiert und in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Am Freitag (15. August 2025) verstarb die Siebenjährige, der Tod ihrer Schwester wurde am Samstag (16. August 2025) bekannt. Die Leichen sollen laut Staatsanwaltschaft obduziert werden.

Update vom 16.08.2025, 18.45 Uhr: Auch die Schwester stirbt in der Klinik

Wie das Polizeipräsidium Unterfranken am Samstagabend mitteilt, hat auch die sechsjährige Schwester den Badeunfall nicht überlebt. Laut der entsprechenden Nachricht aus einer Würzburger Klinik ist das Mädchen an den Folgen des Unfalls verstorben. 

*Korrekturhinweis: In einer ersten Version haben wir achtjährigen Mädchen berichtet. Die Polizei hat ihre Angaben diesbezüglich berichtigt. Wir haben das Alter des Mädchens dementsprechend korrigiert. 

Update vom 15.08.2025, 17.22 Uhr: Siebenjährige stirbt nach Badeunfall in Schweinfurt - Bangen um Sechsjährige

Wie die Polizei am Freitagnachmittag (15. August 2025) mitteilt, ist das siebenjährige Mädchen nach einem schweren Badeunfall am Vorabend im Krankenhaus verstorben. Ihre sechsjährige Schwester befindet sich demnach weiterhin in Lebensgefahr. Sie wurde nach dem Unfall mit einem Rettungshubschrauber in eine naheliegende Klinik geflogen.

Die beiden wurden von Ersthelfern am Donnerstagabend in einem Schweinfurter Baggersee treibend gefunden. Bei einem Badeunfall sind sie laut Polizei lebensgefährlich verletzt worden. Die weiteren Ermittlungen zu den genauen Hintergründen wurden zwischenzeitlich von der Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen, teilen die Beamten mit.

Ursprungsmeldung vom 15.08.2025, 9.45 Uhr: Tragischer Badeunfall: Schwestern (6 und 8) in Unterfranken lebensgefährlich verletzt

Ein schwerer Badeunfall ereignete sich am Donnerstagabend (14. August 2025) an einem Baggersee in Schweinfurt. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilt, wurden zwei Schwestern im Alter von sechs und sieben Jahren dabei schwer verletzt. Ein Großaufgebot von Rettungsdienst, Wasserwacht und Polizei war im Einsatz. Wie ein Sprecher auf Nachfrage von inFranken.de bestätigt, befinden sich die beiden Mädchen auch am Freitag (15. August 2025) weiterhin in Lebensgefahr.

Nach Angaben der Integrierten Leitstelle von Rettungsdienst und Feuerwehr ging etwa um 20.15 Uhr ein Notruf über einen schweren Badeunfall am Baggersee ein. Ersthelfer vor Ort berichteten, sie hätten zunächst Schwimmflügel und dann ein im Wasser treibendes achtjähriges Mädchen gefunden. Das Kind sei sofort an Land gebracht worden, um Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten.

Badeunfall in Schweinfurt: Schwestern (6 und 8) treiben im Wasser - Ersthelfer schreiten sofort ein

Ein weiterer Ersthelfer habe die Mutter des Mädchens bemerkt, die im Wasser stand und nach ihrer zweiten Tochter rief. Der Helfer sei daraufhin ins Wasser gegangen und habe das sechsjährige Mädchen nach kurzer Zeit gefunden. Auch dieses Kind wurde an Land gebracht und erhielt Erste Hilfe.

Die beiden Schwestern wurden vor Ort durch den Rettungsdienst und einen Notarzt versorgt, bevor sie ins Krankenhaus transportiert wurden. Ein Helikopter kam hierbei ebenfalls zum Einsatz. Die Schweinfurter Polizei ermittelt nun die genauen Hintergründe des Unfalls. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09721/202-0 zu melden.