Schweinfurt: Schwestern ertrinken in Baggersee - Anklage gegen Eltern
Autor: Redaktion
Schweinfurt, Donnerstag, 29. Januar 2026
Zwei Mädchen ertrinken beim Baden im Baggersee in Schweinfurt. Haben die Eltern der Schwestern nicht genug aufgepasst? Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben.
Update vom 29.01.2026, 11.05 Uhr: Zwei Mädchen am Baggersee Schweinfurt gestorben - Anklage gegen Eltern
Gut fünf Monate nach einem tödlichen Badeunfall von zwei Schwestern am Baggersee in Schweinfurt hat die Staatsanwaltschaft die Eltern der Mädchen angeklagt.
Es gehe um den Vorwurf der fahrlässigen Tötung durch Verletzung der Aufsichtspflicht, sagte ein Sprecher der Behörde. Die Beschuldigten hätten sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Nun muss das Amtsgericht Schweinfurt entscheiden, ob es die Anklage zulässt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Schwimmflügel trieb im Wasser - Schwestern (6 und 7) ertranken in Schweinfurter Baggersee
Die Obduktion der sechs und sieben Jahre alten Mädchen hatte nach dem Unfall am 14. August 2025 ergeben, dass sie ertrunken waren. Die Kinder sollen mindestens zehn Minuten unter Wasser gewesen sein.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Eltern 10 bis 15 Minuten lang am See nicht auf die beiden Schwestern aufgepasst hatten, obwohl die Mädchen nicht schwimmen konnten. Die Kinder seien zu weit ins Wasser gegangen, hätten nicht mehr ans Ufer gelangen können und seien ertrunken.
Badegäste entdeckten zunächst einen im Wasser treibenden Schwimmflügel, später dann die leblose Siebenjährige. Kurz darauf fand ein Helfer auch das zweite Mädchen unter der Wasseroberfläche. Beide Kinder wurden reanimiert und in Kliniken gebracht. Einen Tag später starb die Siebenjährige, der Tod ihrer Schwester wurde tags darauf bekannt.
Update vom 21.08.2025, 9.47 Uhr: Ermittlungen gegen Eltern nach Badeunfall von Schwestern
Nach einem tödlichen Badeunfall von zwei Schwestern an einem Baggersee in Schweinfurt ermittelt die Polizei gegen die Eltern der Mädchen. Es gehe um den Verdacht der fahrlässigen Tötung durch Verletzung der Aufsichtspflicht, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Beschuldigten sollen im Laufe der Woche befragt werden. "Wir müssen aufklären, was falsch gelaufen ist."
Die Obduktion der sechs- und siebenjährigen Mädchen habe ergeben, dass sie ertrunken seien, sagte der Sprecher.