Tödlicher Auffahrunfall auf A9 bei Hilpoltstein - Polizei sucht dringend Zeugen
Autor: Alexander Milesevic, Julia Gebhardt
Hilpoltstein, Sonntag, 18. Oktober 2026
Bei einem Auffahrunfall auf der A9 im Kreis Roth wird ein Fahrer in seinem Auto eingeklemmt. Ersthelfer versuchen, den Schwerstverletzten zu reanimieren. Die Polizei sucht bislang nach Zeugen.
Ein Autofahrer ist bei einem Auffahrunfall auf der A9 bei Hilpoltstein (Kreis Roth) ums Leben gekommen. Ersthelfer hatten noch erfolglos versucht, den eingeklemmten 40-Jährigen in seinem Auto zu reanimieren, teilte die Polizei mit. Drei weitere Menschen wurden demnach verletzt, einer davon schwer. Verkehrsteilnehmer hatten den Unfall mit vier Fahrzeugen zwischen den Anschlussstellen Allersberg und Hilpoltstein demnach am Donnerstagabend (15. Oktober 2026) gegen 19.30 Uhr bei der Polizei gemeldet.
Die Verkehrspolizeiinspektion Feucht weist darauf hin, dass der Unfallhergang bislang nicht zweifelsfrei geklärt ist. "Aufgrund des festgestellten Verkehrsaufkommens an der Unfallstelle könnte es weitere Zeugen der beiden Verkehrsunfälle geben", hieß es in einer aktuellen Pressemeldung. Die Polizei bittet dringend um Hinweise von Zeugen, insbesondere um Videoaufnahmen aus sogenannten Dashcams. Wer Angaben zum Unfall machen kann, soll sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Feucht unter 09128/91970 melden.
Tödlicher Unfall auf A9 im Kreis Roth - Verletzte in Klinik gebracht
Nach bisherigen Erkenntnissen stießen zunächst ein Ford und ein Mercedes-Oldtimer zusammen. Beide Fahrzeuge kamen nach der Kollision auf der Fahrbahn zum Stehen. Ein drittes Auto konnte dem Unfall noch ausweichen, doch ein BMW-Fahrer schaffte dies laut Polizei nicht mehr rechtzeitig und fuhr frontal auf den Ford auf.
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Der 40-jährige Ukrainer wurde schwerst verletzt in seinem Auto eingeklemmt und starb laut Polizei noch an der Unfallstelle. Bei dem Schwerverletzten handelt es sich um den 59 Jahre alten Fahrer des BMW. Er wurde ebenso wie der 31-jährige Mercedes-Fahrer und seine 30-jährige Beifahrerin in ein Krankenhaus gebracht.
Ein Gutachter wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hinzugezogen und soll die Hintergründe des Unfalls klären. Die Autowracks wurden sichergestellt. Sie waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Neben der Polizei waren auch die Feuerwehr, der Rettungsdienst und das Technisches Hilfswerk (THW) im Einsatz. Sie leuchteten unter anderem die Unfallstelle aus und machten Luftaufnahmen mit einer Drohne. Das Unfallfeld sei sehr langgestreckt, erkläre ein Polizeisprecher.
Mehrstündige Sperrung nach Unfall auf A9
Die A9 blieb in Richtung München für mehrere Stunden vollständig gesperrt. Der Verkehr wurde von der Autobahnmeisterei an der Anschlussstelle Allersberg abgeleitet. Fahrzeuge, die bereits an der Unfallstelle aufgelaufen waren, konnten laut Polizeiangaben auf der linken Spur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Inzwischen ist die Sperrung wieder aufgehoben. ami/mit dpa