Bewusst und gesund leben
Autor: Regina Vossenkaul
LKR Rhön-Grabfeld, Montag, 29. August 2016
Beim Hausgartentag gab es viele Tipps für Ernährung und Wohlbefinden
"Sommer - du bist da" war das Motto des diesjährigen Hausgartentages, der im und am Gästehaus Trappstadt stattfand. Eingeladen hatten der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung (VlF) und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bad Neustadt. Vier Stationen erwarteten die zahlreichen Teilnehmer, zunächst fand im vollbesetzten Gästehaus die Begrüßung statt.
Auf die Kinder wartete ein Angebot mit Rutsche und Hüpfburg und sie durften mit den geduldigen Alpakas spazieren gehen. Peter Will, Abteilungsleiter des AELF, bedankte sich bei allen Organisatorinnen, das sind Barbara Hein und Helga Elzenbeck von der der Abteilung Hauswirtschaft der Landwirtschaftsschule Bischofsheim, die Gartenbäuerinnen und Kräuterpädagoginnen Evi Treuting, die als Ortsansässige besonders involviert war, sowie Ruth Geyer aus Maßbach und Monika Streit aus Poppenlauer, nicht
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zuletzt Ute Schmidt, Vorsitzende der Frauengruppe des VlF im Landkreis. Bürgermeister Michael Custodis stellte in seiner Begrüßung unter anderem den Verein "Dorfbeleben Trappstadt" vor, der eine Kaffeestube betreibt, und lud zu einem Besuch ein. Landrat Thomas Habermann, der auch Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege ist, plädierte für den Eigenanbau, Qualität und guten Geschmack bei Obst und Gemüse.
Garten als Fitnessstudio
Vom Garten auf den Tisch - frischer kann nichts sein, außerdem sei der Garten auch ein "Fitnessstudio" und gut für die Psyche. Es gebe noch vieles zu entdecken, deshalb seien Fortbildungsmöglichkeiten wie sie beim Hausgartentag geboten werden, so wichtig.
Gestärkt mit Kaffee und Kuchen besuchten die Teilnehmer gruppenweise die Stationen, wobei sich Evi Treuting diesmal ganz dem Wohlbefinden widmete unter dem Motto "Mach dich glücklich - Streicheleinheiten für die Sinne". Sie stellte eine einfache Methode vor, sich abends an die vielen schönen Momente zu erinnern, die den Tag bereichert haben. Angenehme Gerüche machen glücklich - dazu präsentierte Treuting ihre "Räucherkiste", in der sie viele Kräuter und Harze aufbewahrt. Früher habe man Krankenzimmer ausgeräuchert. Der Salbei beispielsweise, der laut Treuting "Weiberherrschaft" bedeutet, wird von Frauen oft gern gerochen, von Männern selten. Man kann ihn in einer Schale mit Sand verbrennen oder nach dem Grillen in die Glut werfen. Unterschiedliche Kartoffelsorten erläuterte Ruth Geyer und erklärte, für welche Gerichte festkochende, vorwiegend festkochende und mehlige Kartoffeln geeignet sind.
Blütenstar Dahlie
Besonders gesund und Lieferanten von Vitaminen und Mineralien sind die "tollen Knollen" vor allem, wenn sie nicht in Fett ertränkt werden sondern als Pellkartoffeln schonend gegart werden. Der "Königin des Sommers", der Dahlie widmete sich Gartenbäuerin Monika Streit. Sie zeigte, wie man die Dahlienknollen im Winter lagert und im Frühjahr auspflanzt. Unzählige Gestaltungsmöglichkeiten bietet diese vielseitigen "Blütenstars", einige Beispiele konnten die Teilnehmer anschauen.
Unter dem Motto "Genussvoll mitten im Leben" stand der Beitrag der Hauswirtschaftsschule, hier ging es um das Älterwerden und die Ansprüche des Körpers, der insgesamt weniger Energie braucht und ist nicht mehr so leistungsfähig ist wie früher. Was bleibt sind die Ansprüche an eine ausgewogene Ernährung, denn der Bedarf an wichtigen Nährstoffen ist weiterhin vorhanden. Mindestens 1,5 Liter über den Tag verteilt sollte ein älterer Mensch trinken, bei Getreideprodukten sind Vollkornerzeugnisse angeraten, man sollte weniger Salz und mehr Gewürze verwenden. Die Menge an Obst und Gemüse, die täglich verzehrt werden sollte, war an Beispielen dargestellt. Dem pflanzlichen, kaltgepressten Öl war eine der Genussinseln des AELF gewidmet, wobei klar herausgestellt wurde, dass Rapsöl nach Leinöl den höchsten Anteil an den gesunden Omega-3-Fettsäuren hat, die vorbeugend gegen Herzinfarkt und Rheuma wirken, und einen sehr hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren besitzen, die cholesterinsenkend wirken. Wer sich zudem noch ausreichend bewegt (mindestens eine halbe Stunde am Tag) hat schon viel für seine Gesundheit im Alter getan. Mit einer kleinen Tombola schloss der diesjährige Hausgartentag ab. vo