Die Vorfreude auf Glühwein und den Geruch gebrannter Mandeln ist schon greifbar. Damit am Nürnberger Christkindlesmarkt aber auch nichts passiert und sich die Besucher sicher fühlen können, haben Veranstalter, Stadt und Polizei ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet.
Neuerungen wird es keine geben - hat sich das Sicherheitskonzept des letzten Jahres doch bewährt. Wie genau für die Sicherheit der Besucher gesorgt werden soll und wie die einzelnen Maßnahmen aussehen, haben wir von der Leiterin des Bürgermeisteramtes Nürnberg, Christine Schüßler, erfahren. Hier sind die wichtigsten Punkte den Konzepts in der Übersicht.
Schutz vor Anschlägen mit Lkws und anderen Fahrzeugen
Die Beton-Poller, die man seit den Vorfällen am Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz vor zwei Jahren schon von vielen Großveranstaltungen kennt, wird es rund um den Hans-Sachs-Platz nicht geben. Auch die Metallstelen, die vor zwei Jahren zum Einsatz kamen, wird man 2018 nicht sehen.
Damit aber trotzdem gewährleistet ist, dass ähnliche Vorfälle wie in Berlin verhindert werden können, werden Polizeifahrzeuge und mobile Bäume in großen Kübeln Zufahrtstraßen so versperren, dass kein Zugang mit anderen Fahrzeugen möglich ist. So wird zum Beispiel auf dem Weg von der Burg runter zum Hauptmarkt ein Einsatzwagen der Polizeigeparkt werden.
Hauptbrennpunkte und Polizeipräsenz
Während des Christkindlesmarkts zwischen dem 30. November und dem 24. Dezember ergeben sich nach den Erfahrungen der Vorjahre keinen neuen spezifischen Hotspots, an denen die Polizei vermehrt eingreifen müsste. Klar ist jedoch, dass wie in vielen Großstädten der Bereich um den Hauptbahnhof häufiger Ort des Geschehens ist, wenn es um alkoholbedingte Streitereien oder ähnliches geht.
Da die Polizei dort aber grundsätzlich präsent ist, auch außerhalb der Christkindlesmarktzeit, dürfen Sie sich auch hier sicher fühlen. Während der gut drei Wochen, in denen der Christkindlesmarkt seine Besucher empfängt, wird die Polizei natürlich auch rund um den Markt und in der Innenstadt vor Ort sein.
Alles wichtigen Information zu den Weihnachtsmärkten in Franken 2018 finden Sie hier
Taschenkontrollen und sonstige Hinweise
Allgemeine Kontrollen von Taschen, Beuteln und Rucksäcken wird es am Christkindlesmarkt nicht geben. Allerdings werden die Polizeibeamten vor Ort situationsbedingt entscheiden, ob in Einzelfällen eine Kontrolle von Gepäckstücken notwendig ist und diese dann durchführen. Daher gibt es auch keinen generellen Hinweis, dass die Besucher Rucksäcke, Taschen oder andere Gegenstände wie Regenschirme für schlechtes Wetter zu Hause zu lassen.
Aber Sie sollten bedenken, dass große Gepäckstücke im Drängen am Weihnachtsmarkt eher hinderlich sind und Sie auf das Gepäck, das Sie bei sich haben, selbst achten. Das ist nicht nur zur Vermeidung herrenloser Taschen und ähnlichem wichtig, die zu Polizeieinsätzen führen könnten, sondern auch als Vorsorge vor Diebstählen.