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Tiergarten Nürnberg: Neue Details zu besonderem Nachwuchs


Autor: Ralf Welz

Nürnberg, Dienstag, 16. Juni 2026

Im Tiergarten Nürnberg hat es vor Kurzem erstmals Nachwuchs bei gefährdeten Wasserjägern gegeben. Inzwischen sind weitere Details zu den seltenen Jungtieren bekannt.
Seit März 2026 gibt es im Tiergarten zum ersten Mal Nachwuchs bei den Fischkatzen. (Archivbild)


Der Tiergarten Nürnberg kann einen besonderen Zuchterfolg für sich verbuchen: Erstmals gibt es dort Nachwuchs bei den seltenen Fischkatzen (Prionailurus viverrinus). Wie der Zoo Ende April 20026 mitgeteilt hatte, kamen im März zwei Jungtiere zur Welt. Nach mehreren Wochen in den Wurfboxen waren Muttertier und Nachwuchs zunächst gelegentlich im Innenbereich zu sehen.

Bald darauf erkundigte das Duo nach Angaben des Zoos auch die Außenanlage. Inzwischen liegen weitere Angaben zu den im Frühjahr geborenen Tieren vor.

Tiergarten gibt Update zu erster Fischkatzen-Nachzucht vor Ort

Wie der Tiergarten unlängst in einem Social-Media-Beitrag mitgeteilt hat, sind beide Fischkatzen-Kinder weiblich. Sie seien mittlerweile erstmals geimpft und gewogen worden. Ende Mai wogen beide Jungtiere jeweils rund 1,3 Kilogramm.

Im Zuge dieser Untersuchung erhielten die kleinen Zoobewohner auch ihre Namen: Parvati und Ajala. Die Vornamen stammen laut Tiergarten aus dem Sanskrit. Parvati bedeutet demnach "Tochter der Berge", Ajala "Erde".

Nach Angaben des Tiergartens sind die beiden Jungtiere mit etwas Glück inzwischen auch am Wasser in der Außenanlage zu beobachten. "Für Katzen eher ungewöhnlich - aber Fischkatzen sind echte Wasserratten", heißt es im Update im Netz. Der Zoo verweist darauf, dass die Tiere gut schwimmen und tauchen können und kleine Schwimmhäute besitzen. Mit ihren Vorderpfoten fangen sie demnach Fische und andere Wassertiere oder jagen direkt im Wasser.

Kleinkatzenart gilt laut Weltnaturschutzunion als gefährdet

Die Fischkatze ist eine südasiatische Kleinkatzenart, die hauptsächlich in Bangladesch und Sri Lanka verbreitet ist. Laut Weltnaturschutzunion IUCN gilt die Art als gefährdet. In Indonesien und Vietnam könnte sie bereits ausgestorben sein. Als Ursachen für den Bestandsrückgang nennt der Tiergarten den Verlust von Lebensräumen durch menschliche Infrastruktur, nicht nachhaltigen Rohstoffabbau, Gewässerverschmutzung sowie den Bau von Staudämmen und Straßen.

Für die Fischkatze koordiniert der europäische Zooverband EAZA ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Der Tiergarten Nürnberg ordnet die Nachzucht der Wasserjäger in diesen Zusammenhang als bedeutend ein. "Wir freuen uns sehr über den Nachwuchs", heißt es im Social-Media-Beitrag mit Blick auf den Status der gefährdeten Art.

Im Zoo gibt es derweil ebenso Nachwuchs bei den seltenen Karpatenluchsen. Auch in diesem Fall sprechen die Verantwortlichen von einem wichtigen Erfolg für den Artenschutz in Deutschland. 

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