Am Donnerstagabend (5. Mai 2022) zogen Gewitter über Mittelfranken. Dabei kam es auch zu Starkregen - und mehreren Unfällen, wie die Verkehrspolizei Feucht berichtet. Auf der A3 in Richtung Frankfurt krachte es zwischen dem Kreuz Altdorf und dem Kreuz Nürnberg.

Ein 25-Jähriger wollte bei starkem Regen einen Laster überholen und wechselte auf die linke Spur. Nachdem der Lastwagen jedoch eine Wasserfontäne auf den Fahrstreifen gespritzt hatte, verlor der Autofahrer aufgrund von Aquaplanings die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug drehte sich und prallte zunächst gegen die rechte und dann die Mittelschutzplanke. Letztlich kam das Auto entgegen der Fahrtrichtung auf der linken Spur zum Stehen. Der 25-Jährige blieb unverletzt. Das Auto musste aber abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von etwa 22.500 Euro.

Zahlreiche Unfälle bei Starkregen im Raum Nürnberg

Ebenfalls auf der A3, zwischen den Anschlussstellen Tennenlohe und Nürnberg-Nord, verlor ein Autofahrer aus München die Kontrolle über seinen Wagen. Laut Informationen von News5 war der Mann mit erhöhter Geschwindigkeit bei Starkregen unterwegs und krachte gegen die Mittelschutzplanke. Anschließend rutschte das Auto noch 150 Meter weiter. Der Fahrer soll leicht verletzt worden sein.

Auch auf der A73 wurde der heftige Regen den Verkehrsteilnehmern zum Verhängnis. Gegen 18 Uhr fuhr eine 40-Jährige von der Münchner Straße in Nürnberg auf die Autobahn in Richtung Fürth. Am Ende des Einfädelungsstreifens rutschte sie bei Platzregen rechts gegen eine Betonwand. Am Auto entstand ein Schaden von rund 1.000 Euro.

Kurz nach 22 Uhr verunfallte ein Lastwagenfahrer im Bereich Wendelstein. Der 32-Jährige war auf der regennassen Fahrbahn der A73 unterwegs und wollte am Autobahndreieck Feucht auf die A9 wechseln. Vor der Kurve versuchte er abzubremsen - die Bremsen reagierte aber nicht, sodass der Laster mit Anhänger ungebremst in die scharfe Rechtskurve fuhr. Das Gespann geriet ins Schleudern, kippte nach links und kam abseits der Fahrbahn auf der Seite zum Liegen.

Zwei Lkw-Fahrer verunfallen auf regennasser Fahrbahn

Der Fahrer blieb unverletzt. Das Gespann musste von einem Abschleppdienst geborgen werden. Die Tangente wurde währenddessen von der Autobahnmeisterei gesperrt. Auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Röthenbach, Wendelstein und Roth sowie das THW Roth waren im Einsatz. Der Sachschaden wird auf 48.000 Euro geschätzt.

Ähnlich erging es einem Lkw-Fahrer, der am Kreuz Nürnberg-Ost von der A6 auf die A9 wechseln wollte. Beim Bremsen im Kurvenbereich geriet der Kühlauflieger des Lasters ins Schlingern und schaukelte sich auf. Grund dafür war laut Polizei Aquaplaning - und nicht angepasste Geschwindigkeit. Der Lastwagen kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Betongleitwand. Nach etwa 70 Metern rutschte das Fahrzeug weiter in den abgesperrten Baustellenbereich, wo es über gelagerte Baumaterialien fuhr. Die Zugmaschine kam letztlich parallel zur Fahrbahn im Grünstreifen zum Stehen, der Kühlauflieger stand im rechten Winkel quer zur Zugmaschine.

Der Fahrer blieb unverletzt, am Lkw und Kühlauflieger entstand jedoch erheblicher Schaden. Der Tank wurde beschädigt und es lief Diesel aus. Das Unfallfahrzeug wurde von einem Abschleppdienst geborgen. Auch die Feuerwehr und die Autobahnmeisterei Fischbach unterstützten vor Ort. Während der Bergungsmaßnahmen sowie Instandsetzung der Betongleitwand musste die Parallelfahrbahn am Kreuz Nürnberg-Ost voll gesperrt werden. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 30.000 Euro.