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Nürnberg
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Spielzeugmuseum Nürnberg - ein Riesenspaß für Klein und Groß

Das Nürnberger Spielzeugmuseum ist eines der anerkanntesten Museen weltweit. Das ist kaum verwunderlich, denn Nürnberg blickt auf eine lange Geschichte als Spielzeugstadt zurück. Im Museum zeichnet sich der Wandel der Jahrhunderte in den Spielzeugen aus den verschiedenen Epochen ab. Von Kira Welling
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Unter anderem die Barbie-Puppen von 1995, 1975, 1983 und 1962 sind im Spielzeugmuseum in Nürnberg zu sehen. Foto: Daniel Karmann/dpa
Unter anderem die Barbie-Puppen von 1995, 1975, 1983 und 1962 sind im Spielzeugmuseum in Nürnberg zu sehen. Foto: Daniel Karmann/dpa

Mehr als 600 Jahre Spielzeugtradition - Nürnberg ist eine Stadt, die mit der Herstellung von Spielzeug

fest verwurzelt ist. Nicht umsonst treffen sich bereits seit Jahrzehnten die wichtigsten Spielzeughersteller jährlich auf der internationalen Spielzeugmesse in Nürnberg.

Den Grundstein für Nürnbergs Ruf als Spielzeugstadt legten im Mittelalter die sogenannten Dockenmacher. Die Puppenmacher stellten kleine Ton- und Holzfiguren her. Weltweite Aufmerksamkeit erlangten die Nürnberger Zinnfiguren. Die Blütezeit der Nürnberger Spielzeugmanufakturen war um 1900, als Spielzeuge wie Puppenhäuser in die ganze Welt versandt wurden.

Nürnberger Soielzeugmuseum: Sammlerin legt Grundstock

Die vielfältige Spielzeugsammlung des Nürnberger Spielzeugmuseums basiert auf der Sammlung von Lydia Bayer- 1961). Lydia Bayer, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Paul (1896-1982) ab 1933 in Nürnberg lebte, begann um 1920 herum damit, ihre Sammlung aufzubauen. Zunächst sammelte sie vor allem Puppen und alles, was dazugehörte.

Es dauerte jedoch nicht lange und auch andere Spielzeuge bereicherten die Sammlung. Lydia Bayer war im Verlauf der Jahre längst nicht mehr nur Sammlerin: Sie träumte davon, ein Spielzeugmuseum zu gründen. Ihr Traum sollte sich erfüllen, allerdings erst ein Jahr nach ihrem Tod. Ab 1950 lebte das Sammlerpaar in Würzburg und dort eröffnete Paul Bayer gemeinsam mit seiner Tochter Lydia (1929-2000) Ende 1962 das Spielzeugmuseum Lydia Bayer.

Eisenbahnen, Barbies, Playmobil: Museum mit über 80.000 Objekten

Drei Jahre nach der Eröffnung des Spielzeugmuseums in Würzburg gelang es den Nürnberger

Stadtvätern die Familie Bayer von einem Wechsel zu überzeugen. Die historische Sammlung von Lydia Bayer wurde an Nürnberg verkauft und im Jahr 1971 war es dann soweit: Zeitgleich mit der

Spielwarenmesse wurde in der Nürnberger Altstadt das Spielzeugmuseum feierlich in einem

altehrwürdigen Patrizierhaus eröffnet.

Inzwischen ist die Spielzeugsammlung auf weit über 80.000 Objekte angewachsen, darunter zahlreiche Objekte von kulturhistorischem Wert. Neben wertvollen alten Porzellanpuppen finden Sie Plastik-Barbies, alte Eisenbahnen treffen auf Matchbox, Playmobil begegnet uralten Zinnsoldaten und auch handgeschnitztes Holzspielzeug, Legosteine sowie Blechspielzeug und Kinderbücher werden auf der 1400 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche präsentiert.

Museumsrundgang: Reise durch Vergangenheit und Gegenwart

Kurzum: Bei einem Rundgang durch die liebevoll hergerichteten Räume im historischen Gemäuer begeben Sie sich auf eine Reise durch die Vergangenheit bis in die Gegenwart. Natürlich kommen auch die Kleinen in einem speziellen kindgerecht eingerichteten Bereich mit pädagogischer Betreuung auf ihre Kosten.

Bei einem Kaffee in dem idyllischen gelegenen Innenhof können Sie abschließend die Sonne genießen und die gewonnen Eindrücke Revue passieren lassen, während die Kinder sich auf dem großen Spielplatz richtig austoben dürfen.

Alle Infos zum Spielzeugmuseum

  • Wo? Karlstraße 13-15, 90403 Nürnberg
  • Wann? Dienstag – Freitag: 10 - 17 Uhr, Samstag und Sonntag: 10 - 18 Uhr. An Feiertagen oder zu besonderen Anlässen können die Öffnungszeiten abweichen
  • Wie viel? Erwachsene zahlen 6 Euro und für Kinder ab 4 Jahren kostet die Eintrittskarte 1,50 Euro. Daneben gibt es zahlreiche Sondertarife
  • Anfahrt: Straßenbahnlinie 4: Haltestelle Hallertor, Buslinie 36: Haltestelle Weintraubengasse, U-Bahn Linie 1 und U-Bahn Linie 11: Haltestelle Lorenzkirche, Ausgang in Richtung Hauptmarkt