Druckartikel: Schicksal von Babykatze macht Tierheim Feucht sehr betroffen: "Gefahr enorm"

Schicksal von Babykatze macht Tierheim Feucht sehr betroffen: "Gefahr enorm"


Autor: Riccarda Rascher

Feucht, Samstag, 27. Juni 2026

Ein Katzenbaby wird mutterseelenallein am Waldrand gefunden. Jetzt kämpft „Armer Ritter“ im Tierheim um einen gesunden Start. Warum sein Schicksal so fassungslos macht.
Das Katzenbaby "Armer Ritter" wurde am Waldrand bei Feucht ausgesetzt.


"Am Freitagabend gegen 20 Uhr machte ein aufmerksamer Spaziergänger an einer Durchfahrtsstraße Richtung Altdorf eine traurige Entdeckung", berichtet das Tierheim Feucht auf Facebook. "Ein kleines Katzenbaby saß mutterseelenallein am Waldrand in Straßennähe." Daneben hätten etwas Wasser und ein Behälter gestanden, in dem vermutlich Futter gewesen war.

Der Finder reagierte umsichtig und holte Hilfe: "Der Finder reagierte sofort, rief seine Tochter an und gemeinsam suchten sie die Umgebung nach weiteren Tieren ab", heißt es im Post. Anschließend brachten sie den Kater ins Tierheim Feucht.

Tierheim Feucht: "Armer Ritter" hat kreativen Namen mit Bedeutung

Dort bekam der kleine Kater nicht nur Hilfe, sondern auch einen besonderen Namen. "Das Tier hat inzwischen den Namen 'Armer Ritter'", erzählt eine Sprecherin gegenüber inFranken.de und erklärt: "Ich habe immer den Tick, dass der Name mit dem Anfangsbuchstaben des Fundorts übereinstimmen soll." Dabei wird es gern fantasievoll: "Die Pfleger hier sind gern kreativ bei den Namen der Katzen."

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Nach der Ankunft im Tierheim wurde der kleine Fundling tierärztlich untersucht. "Nach der tierärztlichen Untersuchung wird sein Alter auf etwa 6 bis 8 Wochen geschätzt." Zwar macht er insgesamt "einen guten Eindruck", doch ganz ohne Sorgen ist sein Zustand nicht: "Derzeit hat er eine Entzündung am Maul, die laut Tierarzt nicht behandelt, aber weiter beobachtet werden sollte." Weil der Kater noch nicht geimpft ist, gilt zunächst Vorsicht: "Gerade sitzt 'Armer Ritter' in Quarantäne." Ebenfalls zeitweise in Quarantäne mussten 24 gefundene Katzen in schrecklichem Zustand.

"Ab nächster Woche, das ist die Einschätzung des Arztes, kann vielleicht geimpft werden." Nach der Impfung müsse 'Armer Ritter' noch 10 Tage in Quarantäne verbringen, dann könne er mit anderen Katzen zusammengeführt werden. Um den kleinen Kater an neue Halter abgeben zu können, muss laut den Tierschützern eine Bedingung gegeben sein: „Für den Kater soll ein Zuhause mit anderen jungen Katzen gefunden werden."

Tierheim Feucht appelliert: "Wir sind da"

Für die Tierschützer bleibt der Fall unverständlich. "Was uns jedoch erneut fassungslos macht: Warum setzt man ein so junges und hilfloses Tier einfach aus?" Denn die Gefahr war enorm. "An der nahegelegenen Staatsstraße sind Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erlaubt." Es sei vermutlich nur eine Frage der Zeit gewesen, bis das Kätzchen übersehen und überfahren worden wäre.

Gleichzeitig richtet das Tierheim einen eindringlichen Appell an Tierhalter: "Bitte denkt daran: Wer sich nicht mehr um ein Tier kümmern kann, muss es nicht seinem Schicksal überlassen." Stattdessen gelte: "Wir sind da, um zu helfen. Ein Anruf genügt." Trotz allem überwiegt die Dankbarkeit. "Zum Glück hatte der kleine Schatz einen Schutzengel an seiner Seite." Auch ein weiteres Katzenbaby wurde in letzter Sekunde von Bauarbeitern gefunden.