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Nürnberg: Sör stellt Brückenbericht 2023 vor - "mehrere große Vorhaben abgeschlossen"


Autor: Redaktion

Nürnberg, Dienstag, 19. Sept. 2023

Im Brückenbericht 2023 werden die Entwicklungen und Herausforderungen der Erhaltung und des Ausbaus der "wichtigen Lebensadern" Nürnbergs aufgezeigt.
Im Frühjahr 2023 hat der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg die Generalsanierung der Dr.-Gustav-Heinemann-Brücke abgeschlossen.


Wie die Stadt Nürnberg in folgender Pressemeldung mitteilt, stellt der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) in der Sitzung des Sör-Werkausschusses am Mittwoch, 20. September 2023, den turnusmäßigen Brückenbericht für das Jahr 2023 vor. Der Bericht zeigt auf, dass insbesondere die Maßnahmen des letzten Jahres zu einer positiven Entwicklung des Bauwerksbestands geführt haben.

„Im Jahr 2023 konnten mehrere große Vorhaben abgeschlossen werden. Dazu zählen unter anderem die Generalsanierung der Dr.­-Gustav-Heinemann-Brücke und der Ersatzneubau der Brücke Münchener Straße West, die mit jeweils rund zehn Millionen Euro zu Buche schlagen“, erklärt Bürgermeister und Erster Sör­-Werkleiter Christian Vogel. „Das Geld für Brückenbau und ­unterhalt ist dringend notwendig, um diese wichtigen Lebensadern der Stadt dauerhaft zu erhalten und auszubauen. Dabei arbeiten wir kontinuierlich an einer Verringerung des Sanierungsrückstands. Und unsere Strategie zur kontinuierlichen Verbesserung der Bauwerkssubstanz geht bislang auf: Der Zustand der Brücken hat sich in den vergangenen Jahren – bezogen auf die gesamte Brückenfläche – insgesamt leicht verbessert.“

Der Brückenbericht 2023 beleuchtet auch anstehende Projekte und künftige Herausforderungen. So enthält der geplante kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs mehrere Brücken, Stütz-­ und Lärmschutzbauwerke, für die das Sör­-Sachgebiet Brückenbau und Wasserwirtschaft verantwortlich zeichnet. Insbesondere die Brücken in der Sandreuth-­ und in der Schwabacher Straße über den Frankenschnellweg sind in einem schlechten Zustand, so dass Handlungsbedarf besteht.

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Bürgermeister Vogel: „Aktuell stehen vor allem die Arbeiten an den Hafenbrücken im Fokus. Diese Mega-Baustelle ist eines der größten und wichtigsten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre. Mit dem Einhub der Behelfsbrücken haben wir kürzlich einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gleichzeitig müssen wir natürlich auch alle anderen Brücken­ und Ingenieurbauwerke im Blick behalten. Als nächstes stehen unter anderem eine Sanierung der Johannisbrücke über die Pegnitz an, der Ersatzneubau der Brücke Löwenberger Straße über den Langwassergraben und weiterhin die abschnittsweise Sanierung unserer historischen Stadtgrabenstützmauer.“

Auch der Mobilitätsbeschluss der Stadt Nürnberg aus dem Jahr 2021 bringt Veränderungen für Brückenbau und ­-instandhaltung mit sich. Ein wichtiger Baustein ist der weitere Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs, dessen Bedürfnisse berücksichtigt werden müssen. So wurde zum Beispiel die Adenauerbrücke bei ihrer Generalsanierung so ertüchtigt, dass sie künftig auch eine Straßenbahntrasse aufnehmen könnte.

Auch eine veränderte Aufteilung des Straßenraums muss planerisch berücksichtigt werden: So bietet die Dr.­-Gustav­-Heinemann-­Brücke jetzt mehr Platz für den Fuß-­ und Radverkehr und erfüllt damit die sich verändernden Ansprüche an die städtische Infrastruktur. Eigene Routen für unterschiedliche Verkehrsströme – zum Beispiel Radschnellwege – benötigen oft auch eigene Bauwerke, dazu können sie die Einrichtung von Umleitungsstrecken oder Provisorien während Bauarbeiten verkomplizieren. In diesem andauernden Wandel der städtischen Mobilität wird der Brückenbau dauerhaft eine intensive Rolle spielen.

Daneben stehen auch der Brückenbau und ­-unterhalt vor strategischen Herausforderungen wie Personalengpässen, Veränderungen der äußeren Rahmenbedingungen wie Nachweis-­ und Genehmigungsverfahren, neue Materialien oder Digitalisierung in der Bauwerksprüfung. Damit bleiben der Erhalt und die Ertüchtigung der Brückenbauwerke als Teil der Nürnberger Verkehrsinfrastruktur in den kommenden Jahren eine enorm wichtige und herausfordernde Aufgabe für Sör.