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Nürnberg: Lastwagen kippt um und verliert Ladung - Polizei stoppt Schaulustigen


Autor: Redaktion

Nürnberg, Dienstag, 24. April 2018

Ein Lastwagen prallte am Montagnachmittag auf der Südwesttangente in Fahrtrichtung Fürth gegen die Leitplanke und kippte um.
Am Montagnachmittag prallte ein Lastwagen auf der Südwesttangente in Fahrtrichtung Fürth gegen die Leitplanke und kippte um. Darauf musste die Fahrbahn komplett gesperrt werden. Symbolfoto Michael Gruendel


Ein Verkehrsunfall ereignete sich am Montagnachmittag (23.04.2018) auf der Südwesttangente. Dieser führte zu erheblichen Verkehrsproblemen. Ein Schaulustiger, der die Unfallstelle filmte, wurde angezeigt.


Verkehrsunfall war Ursache einer kompletten Fahrbahnsperrung

Wie die Polizei berichtet, war gegen 14.45 Uhr eine 36 Jahre alte Lkw-Fahrerin mit ihrer Sattelzugmaschine und passendem Anhänger auf der Südwesttangente in Fahrtrichtung Fürth unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache geriet der Lastwagen auf Höhe der Anschlussstelle Hafen nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Schutzplanke.

Der Sattelanhänger geriet ins Schleudern und kippte zur Seite. Die Sattelzugmaschine wurde ebenfalls zur Seite gedrückt. Ein Großteil der Ladung in Form von Kies blieb auf der gesamten Fahrbahn liegen, woraufhin die Südwesttangente in Fahrtrichtung Fürth komplett gesperrt werden musste.

Die Fahrerin erlitt nur leichte Verletzungen. Es entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Euro. Aufgrund der aufwändigen Bergungsarbeiten mit Spezialgerätschaften war die Südwesttangente in Fahrtrichtung Fürth über mehrere Stunden gesperrt.


40-Jähriger filmte Unfallstelle

Die Nürnberger Verkehrspolizei war jedoch nicht nur mit der Unfallaufnahme beschäftigt. Wegen eines schaulustigen Kraftfahrers mussten die Beamten zusätzlich tätig werden. Ein 40-jähriger Lkw-Fahrer, der mit seinem Fahrzeug in der Gegenrichtung fuhr, filmte die Unfallstelle aus seinem Führerhaus heraus. Das Fahrzeug wurde angehalten und der Fahrer kontrolliert.

Die Beamten leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen ihn ein. Er muss nun mit einem Bußgeld von über 100 Euro sowie einem Punkt in Flensburg rechnen. Zur Auswertung möglicher Beweismittel stellten die Beamten das Mobiltelefon vorübergehend sicher.