Nürnberg ist seit 14 Jahren Fairtrade-Stadt - diese neuen Projekte sind geplant
Autor: Redaktion
Nürnberg, Mittwoch, 24. Juli 2024
Nürnberg bleibt Fairtrade-Stadt und trägt den Titel für weitere zwei Jahre. Die Stadt setzt auf fairen Handel und startet neue Projekte und Initiativen.
Nürnberg erfüllt weiterhin alle Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und darf für weitere zwei Jahre den Titel "Fairtrade-Stadt" tragen, so die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung. Damit schaut Nürnberg auf bereits 14 Jahre als Fairtrade-Stadt zurück und startet mit neuen Materialien und Projekten in die nächsten beiden Jahre. Die Zertifizierung wird durch Fairtrade Deutschland e. V. alle zwei Jahre überprüft.
"Die Förderung des Fairen Handels ist mir ein wichtiges Anliegen und ich freue mich sehr, dass unsere Fairtrade-Steuerungsgruppe seit so vielen Jahren kontinuierlich am Ball ist und sich dafür einsetzt, den Fairen Handel in der Bevölkerung und in der Stadtverwaltung weiter zu fördern und zu stärken", so Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg. Für die Titelerneuerung als Fairtrade-Town muss eine Kommune nachweislich fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel auf verschiedenen kommunalen Ebenen nachweisen. Die Kriterien stehen unter den Überschriften Ratsbeschluss, Steuerungsgruppe, Produkte, Zivilgesellschaft und Medien & Öffentlichkeitsarbeit.
In Nürnberg gibt es einen Ratsbeschluss und eine Steuerungsgruppe zur Unterstützung des fairen Handels, Sitzungen im Rathaus werden mit fair produziertem Kaffee bewirtet, in Geschäften und der Gastronomie werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und lokale Medien berichten über die Aktivitäten und Projekte vor Ort.
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Für die aktuelle Verlängerung des Fairtrade-Zertifikats hat Nürnberg seit 2022 folgende Aktionen durchgeführt: Beim Streetsoccer Cup wurden in den letzten beiden Jahren neben fair gehandelten Fußbällen auch nachhaltig produzierte Gymbags sowie Trikots für die Teilnehmenden angeschafft. Beim Projekt „Fairleben – das neue Normal“ wurde ein fairer Lebensweg von der Geburt über die Schulzeit und das Arbeitsleben bis zum Lebensende skizziert.
Hierbei entstand unter anderem ein bio-faires Willkommensgeschenk für Neugeborene. Auch eine Veranstaltungsreihe zu "Fair im Beruf" war ein Baustein des "Fairleben"-Projekts mit Blick auf Kaffeeküche und Berufsbekleidung. Zudem wurden seit 2023 die Fanshirts beim Bardentreffen fair produziert. Der Faire Handel wirkt in Nürnberg in vielen Bereichen. Neu hinzu gekommen ist seit Kurzem der erste faire Einkaufsführer für Nürnberg.
Brigitte Hanek-Ures von der Fairtrade Steuerungsgruppe hat den fairen Einkaufsführer entworfen und ist stolz auf das Ergebnis: "Der Fair-Führer war uns als Steuerungsgruppe schon lange ein Anliegen. Jetzt haben wir eine aktuelle Printversion, die bald an vielen Stellen in Nürnberg ausliegen wird und die wir digital erweitern wollen." Der Fairtrade-Einkaufsführer "Wo kann ich Faire Produkte kaufen?" kann auch im Internet heruntergeladen werden unter www.nuernberg.de/internet/fairtrade/fairtrade_im_alltag.html.
Und wer Nürnberg auf ganz andere Art erkunden und dabei etwas lernen will, für den hat die Steuerungsgruppe den Actionbound "Fairer Handel in Nürnberg" durch die Innenstadt parat: "Mit dieser digitalen Schnitzeljagd bekommen Teilnehmende einen Einblick in den Fairen Handel in Nürnberg. Wo gibt es faire Produkte, woran erkenne ich sie und was haben die UN-Nachhaltigkeitsziele und die Straße der Menschenrechte damit zu tun?", so Inge Rehm vom Weltladen Fenster zur Welt.