Die Fotografien von Günter Derleth (geboren 1941 in Nürnberg) mit der Camera obscura, der Lochkamera, sind international bekannt. Die Ausstellung „Günter Derleth – …. immer viel Licht!“ führt die Vielfalt seiner Ideen und Techniken zusammen und zeigt die Weite und Qualität von Derleths fotokünstlerischem Schaffen. Sie ist vom 20. November 2021 bis 13. Februar 2022 im Kunsthaus im KunstKulturQuartier zu sehen, so die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung.

Zum Presserundgang mit dem Kurator der Ausstellung, Matthias Dachwald, sowie dem Fotokünstler Günter Derleth am Donnerstag, 18. November 2021, um 12 Uhr im Kunsthaus im KunstKulturQuartier, Königstraße 93, laden wir Sie und ein Mitglied der Bildredaktion herzlich ein (2G-Regel, FFP2 Maskenpflicht). Die Eröffnung mit Vernissage findet am Freitag, 19. November, um 19 Uhr im Kunsthaus und digital auf www.kunsthaus-nuernberg.de statt.

Der Fotokünstler Günter Derleth hielt mit Hilfe der Lochkamera Venedig in einer bis dahin unbekannten Ruhe, Menschenleere und Würde fest, dass es schwer vorstellbar ist, dass dies die touristisch wohl meist besuchte Stadt der Welt ist. Er fuhr die alte Ruta de la Plata, die Silberstrasse, mit seiner Lochkamera entlang und entlockte damit der spanischen  Landschaft eine Anmutung, wie wir sie aus einem anderen Jahrhundert  erwartet hätten.

Seitdem hat Derleth seine Experimente mit der Lochkamera in zahlreiche andere Sujets ausgeweitet, auf seiner individuellen Suche nach dem unperfekten Bild. Er zeichnet in Langzeitbelichtungen mit dem Fotopapier den Weg der Sonne nach und offenbart in seinen Fotogrammen das Vergängliche in der Natur. Er hat Mode ebenso wie Tiere abgebildet und ein wahres fotografisches Pflanzenherbarium erschaffen, mittelalterliche Städte in Deutschland und dem mediterranen Raum festgehalten und dabei auch noch kunstvolle Apparaturen geschaffen, die für ihn diese Aufnahmen tätigen.

Die Attitüde kameratechnischer Extravaganzen wie Filter, Objektive, Brennweite interessieren ihn für sein Werk schon lange nicht mehr, und auch für das Posten eines Fotos auf sozialen Plattformen hat er nur ein müdes Lächeln übrig. Er ist ein Suchender in der Zeit, nach der Zeit! Mit Licht und eleganter Schlichtheit kreiert er ein Universum unvergleichlicher Vielfalt und Faszination, das nur eins benötigt …immer viel Licht! Die Ausstellung ist geöffnet Dienstag und Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch von 10 bis 20 Uhr.