Kirchweih, Rauhnächte und Bardentreffen: Diese Feste und Bräuche sind typisch für Nürnberg
Autor: Redaktion
Nürnberg, Freitag, 21. Februar 2020
Nürnberg gilt als einer der traditionellsten Orte in Bayern. Viele Jahrhunderte alte Bräuche werden auch heute noch gefeiert. Welche Bräuche besonders typisch sind, lesen sie in diesem Artikel. Von Rebecca Sauber
Die Entwicklung der Bräuche in Nürnberg
Nürnberg ist bekannt für seine einzigartigen Bratwürste "Drei im Weckla" und zur Weihnachszeit lassen sich viele die fantastischen Elisenlebkuchen schmecken. Auch der fränkische Dialekt gilt als Markenzeichen der Nürnberger: Bei vielen Besuchern führt dieser oft zu Verwirrungen und Kopfschütteln beziehungsweise wie man in Nürnberg sagen würde: "Allmächd!"
Neben vielen traditionellen Bräuchen, aus denen sich tolle Feste und Veranstaltungen entwickelten, haben sich mittlerweile auch neue jährliche Veranstaltungen ergeben, welche die Nürnberger und viele Touristen jedes Jahr anziehen.
Man darf natürlich nicht die große Bedeutung Nürnbergs im Mittelalter vergessen. Aus dieser Zeit stammen viele kirchliche Bräche, die jedoch mittlerweile von den Bewohnern zu zeitgemäßen Veranstaltungen umfunktioniert wurden und trotzdem als traditionelle Bräuche erhalten bleiben.
Kirchliche Bräuche in Nürnberg
Nürnberger Kirchweih
Die Nürnberger Kirchweihfeste kann man jährlich in Nürnberg und Umgebung von Mai bis Oktober besuchen. Anlässlich ihres Namenstages ehrte man im Fest der Kirchweih oder auch "Kerwa" oder "Kärwa" die Schutzheiligen. Auch heute ist es immer noch Brauch Fässer und Flaschen als Glücksbringer einzugraben oder an den diversen traditionellen Tansveranstaltungen teilzunehmen.
Der damit verbundene Jahrmarkt, bei dem es neben Fahrgeschäften auch lokale Speisen und Allzweckgegenstände zu kaufen gibt, ist der Höhepunkt der Kirchweihen. Auch wenn die Kirchweihen mittlerweile bis Mai ausgeweitet wurden, fanden die Weihfeste meistens im Herbst statt. Dies diente auch dazu den Heiligen für die Ernte zu danken. In jedem Fall sind die Kirchweihen berauschende Ereignisse, die man besuchen sollte.
Christkindlesmarkt
Der Nürnberger Christkindlesmarkt zählt jedes Jahr zu den schönsten und am meisten besuchten Weihnachtsmärkten in Deutschland. Jedes zweite Jahr wird dazu ein Christkind ausgesucht, dass dann den traditionell den Weihnachtsmarkt mit einem feierlichen Prolog eröffnet. Ursprünglich hieß der Christkindlesmarkt "Kindleinsmark", bei dem Kindleinschüler mit brennenden Fackeln und Laternen durch die Innenstadt liefen.
Viele internationale Gäste werden angezogen vom Bann des mittelalterlichen Erscheinungsbildes, wegen des guten Glühweins, Lebkuchens und der Bratwürste. Jährlich beginnt der Christkindlesmarkt Ende November und endet an Heiligabend. Brauch ist zudem auch die große Weihnachtskrippe, die an die besinnlichen Weihnachtsfeiertage und die Geburt Jesu erinnern soll.