Nürnberg: Wirbel um Demo - Gegner kleben sich am Boden fest
Autor: Redaktion
Nürnberg, Dienstag, 29. Sept. 2026
Begleitet von starker Polizeipräsenz und mehreren Gegenprotesten hat das "Team Menschenrechte" zu Wochenbeginn einen Aufzug durch Nürnberg abgehalten. Aktivisten klebten sich bei den Protesten an der Straße fest, die Polizei prüft mögliche Straftaten.
Am Montagabend (28. September 2026) hat das umstrittene "Team Menschenrechte" eine Demonstration in der Nürnberger Innenstadt abgehalten. Wie die Polizei berichtet, blieb der Aufmarsch nicht ohne Gegenproteste - bei denen sich Aktivisten unter anderem an der Straße festklebten.
Das "Team Menschenrechte" bezeichnet sich selbst als "Bürgerinitiative zur vollständigen Wiederherstellung unserer Grundrechte". Die Wurzeln der Bewegung liegen in den Zeiten der Corona-Pandemie - mittlerweile wird sie vom Verfassungsschutz beobachtet. Laut der Behörde liegen "hinreichend gewichtige tatsächliche Anhaltspunkte dafür vor, dass sich die Gruppierung aufgrund ihrer politischen Zielsetzung gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung richtet".
"Team Menschenrechte" zieht durch Nürnberg - Gegendemonstranten kleben sich am Boden fest
Nach Angaben der Polizei war die Versammlung mit anschließendem Aufzug, welcher unter anderem durch die Kartäusergasse führen sollte, für 18.30 Uhr am Nürnberger Hallplatz angezeigt. Bereits einige Zeit davor, gegen 16.45 Uhr, ließen sich vier Gegendemonstranten in der Kartäusergasse nieder und klebten sich mit den Händen am Boden fest. Die Aktion wurde von den Beamten als Versammlung gewertet und entsprechend polizeilich betreut.
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Die Versammlung des "Team Menschenrechte" begann wie angemeldet um 18.30 Uhr mit einer Kundgebung am Hallplatz. Zeitgleich fanden im unmittelbaren Umfeld gleich mehrere angemeldete Gegenproteste statt, an denen insgesamt rund 200 Personen teilnahmen. Die Polizei setzte an mehreren Örtlichkeiten Sperrgitter ein, um die Teilnehmer der unterschiedlichen politischen Lager voneinander zu trennen.
Im Anschluss an die Auftaktkundgebung starteten die Teilnehmer der durch das "Team Menschenrechte" organisierten Versammlung einen Aufzug durch die Nürnberger Innenstadt - mehrere Gegenversammlungen taten es ihnen gleich. Eine kleinere Gruppe des Gegenprotests in der Karolinenstraße versuchte, eine Sitzblockade durchzuführen - was jedoch von den Einsatzkräften verhindert wurde.
Sitzblockaden in der Klargasse - Geschehen bleibt friedlich
Trotz der vier dort auf dem Boden festgeklebten Personen hielten die Teilnehmer der Hauptveranstaltung eine Zwischenkundgebung in der Kartäusergasse ab. Im Anschluss daran gelang es den vier Personen, den Kleber selbst zu lösen und die Örtlichkeit zu verlassen. Während des weiteren Aufzugs, an dem in der Spitze bis zu 70 Personen teilnahmen, bildeten kleinere Gruppen des Gegenprotests in der Klaragasse zwei Sitzblockaden. Diese als Versammlungen gewerteten Aktionen mussten seitens der Einsatzleitung beschränkt werden.
Die Polizei forderte die Teilnehmer auf, die Wegstrecke freizumachen und den Protest auf dem Gehweg fortzuführen. Die meisten der angesprochenen Teilnehmer der Sitzblockaden kamen der Aufforderung nach und setzten ihren Protest an der zugewiesenen Örtlichkeit fort. Andere mussten hingegen von der Fahrbahn getragen werden. Gegen 20.40 Uhr war das Versammlungsgeschehen schließlich beendet. Die Nürnberger Kriminalpolizei prüft nun im Nachgang, ob Verstöße im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen vorliegen, und übernimmt die Ermittlungen zu geltend gemachten Straftaten.