Nürnberg: Unwetter zerstört Wildgehege - Betrieb gibt Suche nach Tieren auf
Autor: Nele Nitschky
Nürnberg, Freitag, 31. Juli 2026
Mitte Juli wurde ein Wildgehege in einem mittelfränkischen Wald durch ein schweres Unwetter beschädigt. Seither fehlt von den dort gehaltenen Tieren jede Spur. Der Forstbetrieb hat jetzt eine Entscheidung gefällt.
Vor rund zweieinhalb Wochen hat ein Unwetter erhebliche Schäden im Nürnberger Reichswald hinterlassen. Nach Aussage der Bayerischen Staatsforsten war auch das Damwildgehege bei Nürnberg-Neunhof massiv betroffen. Am Dienstag, 14. Juli 2026, wurde der Metallzaun, der den Bereich umgibt, durch umgestürzte Bäume niedergedrückt, wie Pressesprecher Sebastian Linstädt inFranken.de auf Nachfrage mitteilte. Der Zaun wurde an mehreren Stellen beschädigt.
Das hat dazu geführt, dass mehrere dort gehaltene Tiere aus dem zerstörten Gehege ausgebrochen sind. Versuche des Forstbetriebes, das Wild wieder auf das provisorisch reparierte Gelände zu locken, waren nicht erfolgreich. Elf Tiere kehrten nicht zurück und hielten sich nicht mehr in der direkten Umgebung des Geheges auf. Das Unwetter, das Mitte Juli über die Region gezogen ist, hat auch in anderen Teilen des Nürnberger Landes Chaos hinterlassen. Besonders ein umgekipptes U-Boot am Straßenrand hat für Aufsehen gesorgt.
Suche aufgegeben: Entlaufenes Wild wird nach der Schonzeit bejagt
Bis heute sind die Folgen des Wettereignisses sichtbar, wie die Bayerischen Staatsforsten in einem Facebook-Beitrag vermelden. Auch von den ausgebüxten Tieren fehlt weiterhin jede Spur. "Wir gehen nach wie vor von rund einem Dutzend entwichener Tiere aus, daran hat sich seit dem 14. Juli nichts geändert", teilte Linstädt der Redaktion schriftlich mit. "Wir haben die Verfolgung des Wildes in der Woche nach dem Sturm aufgegeben. Das bedeutet, die Tiere haben nun wieder den Status Wild. Sie werden also bejagt, sobald die Schonzeiten dies ab September erlauben."
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Auch auf den Waldwegen und Forststraßen hat das Unwetter Spuren hinterlassen. Besonders betroffen sind Bereiche des Sebalder Reichswaldes. Umgestürzte und beschädigte Bäume sowie herabhängende Äste sorgen auch jetzt noch für Einschränkungen, teilen die Bayerischen Staatsforsten mit. Aufräum- und Sicherungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Der Forstbetrieb Nürnberg bittet Waldbesucher um besondere Aufmerksamkeit und darum, örtliche Sperrungen zu respektieren. Schwer getroffen hat das Unwetter auch einen Landwirt - der durch einen Hagelschlag "alles verloren" hat.