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Nürnberg: Polizei stoppt getuntes E-Bike - und wird auf Facebook dafür veräppelt


Autor: Redaktion

Nürnberg, Freitag, 08. Sept. 2023

Die Nürnberger Polizei geht mittlerweile auch mit Fahrrädern auf Streife. Dabei fiel den Beamten aber ein E-Bike auf, an dem es gleich mehrere Punkte zu beanstanden gab. Auf Social Media löst der Fall aber Belustigung aus.
Dieses E-Bike mit anmontiertem Gasgriff war der Nürnberger Polizei ein Dorn im Auge. Der Besitzer durfte damit nicht weiterfahren.


Bei einer Kontrolle hat die Fahrradgruppe der Nürnberger Polizei einen E-Bike-Fahrer gestoppt, der sein Rad technisch manipuliert hatte, um damit schneller fahren zu können. Die Reaktionen unter dem Facebook-Post, in dem der Fall beschrieben wird, fallen aber nicht unbedingt zugunsten der Beamten aus.

Der Radfahrer, der am Freitagvormittag (8. September 2023) in Nürnberg unterwegs war, hatte an seinem Bike einen Gasgriff montiert. Damit war er mit Tempo 33 unterwegs, das Rad hätte aber "mühelos auf 41 km/h beschleunigt" werden können, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtet. Und das, "ohne dass man in die Pedale treten musste".

Nürnberger Polizei stoppt Radler mit getuntem E-Bike

Zudem fehlten dem Rad das notwendige Versicherungskennzeichen und dem Fahrer die erforderliche Fahrerlaubnis. Die Polizei hinderte den Mann daher an der Weiterfahrt und stellte außerdem das E-Bike auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sicher.

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Die Facebook-Nutzer machen sich in der Kommentarspalte auf der Seite des Präsidiums allerdings über den Polizeibericht lustig: "Wow, ich hoffe, die Fahrradgruppe hat eine Beförderung bekommen, so stolz wie ihr diesen Fund in die Gruppe postet. Kümmert euch mal lieber um die richtigen Sachen." Ein anderer Nutzer schreibt: "Oha, da habt ihr ja echt einen schwer Kriminellen geschnappt, echt cool." An anderer Stelle heißt es ironisch: "Da fühle ich mich gleich viiiiiiel sicherer!"

Ein weiterer User attackiert dagegen den Radfahrer mit getuntem Bike und kommentiert knapp: "So blöd muss man erstmal sein." Eine Nutzerin nimmt die Polizei aber in Schutz: Vorschrift sei eben Vorschrift. "Wenn man solche Veränderungen einfach zulässt, wohin soll das führen. Dann macht jeder, was er will! Gute Arbeit!"