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Nürnberg/Fürth: Über 500 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs - Polizeikontrollen im Stadtgebiet


Autor: Redaktion

Nürnberg, Montag, 04. Sept. 2023

Bei Kontrollen in den Stadtgebieten Fürth und Nürnberg haben Polizisten am Freitag über 500 Verkehrsteilnehmer mit Verstößen erwischt.


Das Polizeipräsidium Mittelfranken hat am Freitagabend (1. September 2023) in den Stadtgebieten Nürnberg und Fürth einen Schwerpunkteinsatz im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsverstößen durchgeführt. Über 500 Verkehrsteilnehmer*innen müssen mit Verwarnungen, Anzeigen und teils Fahrverboten rechnen, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt.

Die beteiligten Dienststellen führten in den Stadtgebieten Nürnberg und Fürth unter Leitung des Polizeipräsidiums Mittelfranken im Zeitraum von 18 Uhr bis 24 Uhr gezielte Überwachungen der Geschwindigkeit an mehreren Messstellen durch. Zum Einsatz kamen neben mobilen Großgeräten, dem Enforcement Trailer und Handlasermessgeräten, unter anderem auch Kräfte der Kontrollgruppen CarTuning und Motorrad Mittelfranken. Außerdem beteiligte sich der Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Nürnberg.

Bußgelder, Anzeigen und Fahrverbote: Über 500 Verkehrsteilnehmer in Nürnberg und Fürth kontrolliert

Ziel solcher Kontrolleinsätze ist es, die Gefahren der Geschwindigkeit im Straßenverkehr, welche nach wie vor zu den Unfallursachen Nummer 1 zählt, zu minimieren. Im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 "Bayern mobil - sicher ans Ziel" soll so ein Beitrag dazu geleistet werden, die Gesamtunfallzahlen auf den mittelfränkischen Straßen weiter zu reduzieren.

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Bei den polizeilichen Messungen wurden insgesamt rund 400 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Etwas mehr als die Hälfte davon erwartet eine Verwarnung, die restlichen Verkehrsteilnehmer*innen müssen mit Anzeigen und somit Bußgeldern von über 60 Euro rechnen. Den traurigen Höchstwert erreichte ein Fahrzeugführer in der Regensburger Straße, der mit 125 km/h bei zugelassenen 70 km/h unterwegs war. Den Fahrer erwarten ein Bußgeld in Höhe von knapp über 500 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot sowie 2 Punkte im Fahreignungsregister. Hinzu kommen weitere 160 Geschwindigkeitsüberschreitungen, die von der kommunalen Verkehrsüberwachung registriert wurden.

Neben der Überwachung der Geschwindigkeit hatten die Kontrollbeamt*innen auch die Poser-Szene insbesondere in der Nürnberger Innenstadt im Fokus. In sechs Fällen wurden Fahrzeugführer*innen wegen des Verdachts des unzulässigen Lärms zur Anzeige gebracht. Bei einem Motorrad stellten die Beamt*innen eine offenbar manipulierte Auspuffanlage fest, die den zugelassenen Höchstwert um mehrere Dezibel überschritt. Die Betriebserlaubnis des Kraftrades war damit erloschen. Bei einem ebenfalls viel zu lauten Auto stellten die Beamt*innen der Kontrollgruppe CarTuning eine Manipulation an der verstellbaren Klappenabgasanlage fest. Weil das Fahrzeug im Ausland zugelassen war, erhoben die Einsatzkräfte eine Sicherheitsleistung in Höhe von rund 160 Euro