Nürnberg: 14-Jährige meldet Vergewaltigung - Polizei gelingen Festnahmen
Autor: Redaktion
Nürnberg, Donnerstag, 03. Sept. 2026
Im Rahmen der "EKO Kajal"-Ermittlungen hat die Polizei in Nürnberg drei weitere Männer festgenommen. Zwei davon werden der Vergewaltigung einer 14-Jährigen verdächtigt.
Die Polizei hat eine mutmaßliche Bande im Visier, die rund um den Nürnberger Hauptbahnhof mit Drogen dealt und Mädchen missbraucht. Mehrere Verdächtige wurden im Rahmen der Sonderkommission "EKO Kajal" bereits festgenommen. Am Donnerstag (3. September 2026) vermeldet die Polizei Mittelfranken erneut Erfolge und gleichzeitig einen erschütternden Fall.
Die Ermittler haben drei weitere Männer festgenommen. Sie sind 16, 18 und 29 Jahre alt. Zwei von ihnen stehen im Verdacht, ein 14 Jahre altes Mädchen vergewaltigt zu haben. Am Montagnachmittag (31. August 2026) berichtete sie, dass sie kurz zuvor von zwei jungen Männern in einem Park in der Nähe des Plärrers vergewaltigt worden sei und Hilfe benötige.
Jugendliche nach Vergewaltigung in Nürnberg in Behandlung - Festnahmen
Bei der daraufhin sofort eingeleiteten Suche gelang es einer Streife der Bundespolizei, einen 16-jährigen verdächtigen Syrer am Plärrer festzunehmen. Den zweiten Verdächtigen, einen 18-jährigen Syrer, entdeckten die Ermittler demzufolge am Dienstagnachmittag in einer Wohnung im Stadtteil Langwasser. Dort wurde er von Einsatzkräften des USK festgenommen. "Nach bisherigem Ermittlungsstand sollte die 14-Jährige für den Erhalt einer E-Zigarette (Vape) sexuelle Handlungen an den Männern durchführen. Im weiteren Verlauf vergewaltigten die Männer das Mädchen auf dem Parkgelände, wobei sie sich Verletzungen zuzog, welche medizinisch versorgt werden mussten", erklärt die Polizei.
Video:
Gegen die beiden Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftbefehle wegen des Verdachts der Vergewaltigung erlassen. Bereits am 18. August 2026 bemerkte eine Streife im Bereich des Jakobstors einen 29 Jahre alten, aus Palästina stammenden Mann ohne Staatsangehörigkeit. Er war mit einem E-Scooter unterwegs und sollte kontrolliert werden. Als die Streifenbeamten ihn ansprechen wollten, versuchte der 29-Jährige zu fliehen. Dabei sprang er von der Stadtmauer in den Stadtgraben und zog sich mehrere Knochenbrüche zu. Daraufhin kam er in eine Klinik.
Der 29-jährige Mann führte während seiner Flucht verschreibungspflichtige Medikamente (Pregabalin) mit sich. Zudem war er bereits ins Visier der Ermittlergruppe "Kajal" geraten, führt die Polizei Mittelfranken fort. In diesem Zusammenhang besteht der Verdacht, dass der 29-Jährige mehrfach Drogen an Minderjährige weitergegeben hat. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse erließ ein Ermittlungsrichter einen Haftbefehl gegen ihn, der am Freitag, den 28. August 2026, vollstreckt wurde.
Bisher 18 Haftbefehle - intensive Ermittlungen gehen weiter
Durch die Zusammenarbeit der "EKO Kajal" und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth konnten insgesamt 18 Haftbefehle gegen Tatverdächtige vollstreckt werden. "Ungeachtet dessen, werden die intensiven Ermittlungen und Maßnahmen zur Bekämpfung der im Nürnberger Bahnhofsumfeld erkannten Entwicklungen unvermindert fortgeführt", betonen die Beamten.