Nürnberg (ots) -
Zivilbeamte kontrollierten am Montagabend (05.02.2024) in der Nürnberger Südstadt einen 38-Jährigen, der auf einem entwendeten Pedelec unterwegs war. Eine anschließende Wohnungsdurchsuchung führte u.a. zum Auffinden der seit Juni 2023 vermissten "Tante Noris".
Gegen 21:40 Uhr beobachteten Beamte in Zivil einen Mann, der auf einem hochwertigen Pedelec unterwegs war und sich auffällig verhielt.
Nachdem eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd in der Bulmannstraße eine Kontrolle des Mannes durchgeführt hatte, stellte sich heraus, dass das Fahrrad im September 2023 in der Carl-von-Linde-Straße entwendet worden war.
Die Beamten erklärten dem Beschuldigten die vorläufige Festnahme, woraufhin dieser die Flucht ergriff. Weit schaffte es der 38-Jährige jedoch nicht, da die Polizisten ihn nach wenigen Metern einholten und fixierten. Hiergegen leistete der Beschuldigte aktiv Widerstand, wodurch sich die Beamten (21, 26) in Form von Abschürfungen leicht verletzten, aber dienstfähig blieben.
Die Polizisten brachten den Beschuldigten zur Dienststelle, wo die Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung seiner Nürnberger Wohnung anordnete.
In der Wohnung angekommen staunten die Beamten nicht schlecht. Neben einem weiteren entwendeten Pedelec und einem Fahrradrahmen erkannte einer der Polizisten die im Juni 2023 entwendete "Tante Noris" wieder. Diese hatte ihren Platz neben dem Fernseher des Beschuldigten gefunden.
Bei der "Tante Noris" handelt es sich um eine Holzskulptur des Künstlers Hardy Kaiser, die dieser als eine Art Maskottchen für den kommunalen Inklusionsbetrieb "noris inklusion" angefertigt hatte. Die "Tante" begrüßte bis zu ihrer "Entführung" die Gäste des Cafès im Sebastianspital am Wöhrder See.
Auf welche Art und Weise die Skulptur damals abtransportiert wurde, ist nach wie vor unklar. Sie bringt immerhin rund 80 kg auf die Waage und war mit einem Metallstandfuß gesichert.