Mittelfranken: Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2024
Autor: inFranken.de
, Donnerstag, 27. Februar 2025
Mittelfranken (ots) -
"Bayern Mobil - sicher ans Ziel" - unter diesem Motto hat sich die Bayerische Staatsregierung das Ziel gesetzt, die Verkehrssicherheit auf Bayerns Straßen bis zum Jahr 2030 weiter zu erhöhen. Auch das Polizeipräsidium Mittelfranken setzt weiterhin einen wichtigen Schwerpunkt in der Verkehrssicherheitsarbeit. Herr Polizeivizepräsident Gernot Rochholz und Herr Polizeidirekter Ingo Lieb, Leiter des Sachgebiets E4 - Polizeiliche Verkehrsaufgaben, stellten am 27.02.2025 die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2024 im Rahmen einer Pressekonferenz vor.
Im Jahr 2024 ereigneten sich auf Mittelfrankens Straßen insgesamt 48.934 Verkehrsunfälle. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 2,64 %. "In Relation zu der immer weiter ansteigenden Verkehrsdichte ist dies eine durchaus erfreuliche Entwicklung", so der Polizeivizepräsident. Neben den Gesamtunfällen ging auch die Zahl der Unfälle mit verletzten Personen zurück. Verbuchte das Polizeipräsidium Mittelfranken für 2023 noch 8.140 Fälle, so waren es 2024 noch 7.944.
Die Zahl der Verkehrstoten in Mittelfranken stieg von 58 auf 60 an. "Diese Zahl liegt zwar weiterhin unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre, was grundsätzlich positiv ist, trotzdem ist jede im Straßenverkehr getötete Person eine zu viel", so Gernot Rochholz.
Bei der Analyse der Unfallstatistik ist festzustellen, dass 38 der 60 verstorbenen Personen zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit einem motorisierten Zweirad am Straßenverkehr teilnahmen. "Diese Personen waren ,ohne Knautschzone' im Verkehr unterwegs und somit weniger gut geschützt als beispielsweise in einem Auto. Hier werden wir in diesem Jahr unseren fachlichen Schwerpunkt setzen und so versuchen, durch zahlreiche Kontroll- und Präventionsaktionen die Sicherheit dieser Verkehrsteilnehmer erhöhen", betonte Rochholz.
Im Rahmen der Pressekonferenz legte Herr Rochholz seinen Fokus auf die wesentlichen Präventionsprogramme aus dem vergangenen Jahr. Die mittelfränkischen Polizisten führten zahlreiche Aktionstage durch, hielten Präventionsunterrichte ab, bildeten zahlreiche Schülerlotsen aus und betrieben verschiedene Info-Stände.
Besonders hob er mehrere Präventionsaktionen hervor: Im Juni konzentrierte sich die Verkehrspolizei Feucht gemeinsam mit der BG Verkehr an drei Präventionstagen auf die Themen Abstand, Ablenkung, Gurtanlegepflicht, Fahrzeugzustand sowie Lenk- und Ruhezeiten im Schwerverkehr. Wie bereits im Vorjahr angekündigt, legte das Polizeipräsidium Mittelfranken einen der Schwerpunkte auf Pedelec fahrende Senioren, also Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahren. Hierzu fand eine Vielzahl an zielgerichteten Aktionen - von Fahrradparcours und Registrieraktionen über Stadtrundgänge mit Verkehrserziehern bis hin zu Senioren-Pedelec-Trainings statt. In Bezug auf die vielen Aktionen zum Schulstart richtete sich Rochholz mit einer Bitte an die Eltern: "Unsere Kinder haben ein Recht auf einen sicheren Schulweg. Elterntaxis führen zu einer erhöhten Verkehrsbelastung rund um die Schule. Lassen Sie die Kinder doch besser selbstständig zur Schule kommen. Dadurch erlernen sie wichtige Verkehrskompetenzen."
Nach dem Rückblick auf das vergangene Jahr widmete sich der Polizeivizepräsident dem Bereich Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Im Jahr 2024 wurden 560 Alkoholunfälle gezählt, bei denen 288 Personen verletzt wurden. "Das heißt, rechnerisch kam bei jedem zweiten Unfall ein Mensch zu Schaden", stellte Gernot Rochholz fest, betonte jedoch auch, dass damit ein merklicher Rückgang zum Vorjahr einhergeht (2023: 630 Alkoholunfälle, 329 Verletzte).