Mittelfranken: Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2023
Autor: inFranken.de
, Dienstag, 27. Februar 2024
Mittelfranken (ots) -
Unter dem Titel "Bayern Mobil - sicher ans Ziel" hat sich die Bayerische Staatsregierung das Ziel gesetzt, die Verkehrssicherheit auf Bayerns Straßen bis zum Jahr 2030 weiter zu erhöhen. Auch das Polizeipräsidium Mittelfranken setzt weiterhin einen wichtigen Schwerpunkt in der Verkehrssicherheitsarbeit. Herr Polizeivizepräsident Gernot Rochholz und Herr Polizeidirekter Ingo Lieb, Leiter des Sachgebiets E4 - Polizeiliche Verkehrsaufgaben, stellten am 27.02.2024 die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2023 im Rahmen einer Pressekonferenz vor.
Im Jahr 2023 ereigneten sich auf Mittelfrankens Straßen insgesamt 50.262 Verkehrsunfälle. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 3,79 %. Herr Rochholz stellte fest, dass trotz des Anstiegs der Gesamtunfälle die Zahl der Unfälle mit verletzten Personen minimal zurückging. Verbuchte das Polizeipräsidium Mittelfranken für 2022 noch 8.142 Fälle, so waren es 2023 noch 8.140.
Gernot Rochholz hob besonders hervor, dass die Zahl der Verkehrstoten in Mittelfranken von 60 auf 58 zurückging. Er betonte: "Trotzdem ist jeder Tote im Straßenverkehr einer zu viel. Deshalb halten wir weiterhin an unseren Anstrengungen im Bereich der Verkehrsprävention fest. Wir werden auch in diesem Jahr wieder Schwerpunktkontrollen durchführen."
Im Bereich der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss wurden im Jahr 2023 insgesamt 630 Fälle registriert - einer mehr als im Vorjahr. 329 Personen zogen sich hierbei Verletzungen zu (2022: 345), zwei Menschen kamen hierbei ums Leben (Vorjahr: 4).
Bei Verkehrsunfällen mit schwerverletzten oder getöteten Personen ist die Unfallursache Nummer 1 weiterhin zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit. Rochholz stellte in Aussicht, dass sich das Polizeipräsidium Mittelfranken neben eigenen Kontrollaktionen auch in diesem Jahr wieder an überregionalen Aktionstagen beteiligen wird, um Geschwindigkeitsunfälle durch stetigen Kontrolldruck weiterhin zu reduzieren.
Rochholz: "Mir ist es ein großes Anliegen, darauf hinzuweisen, dass wir bei all diesen Unfällen mit verletzten oder getöteten Personen in enger Abstimmung mit den Straßenverkehrsbehörden und den Unfallkommissionen stehen. Wir analysieren und prüfen, ob bauliche Veränderungen oder eine verstärkte Überwachung zu einer Verbesserung an der Unfallörtlichkeit führt."
Er kündigte an: "Besonderes Augenmerk legen auch wir im Jahr 2024 unter anderem auf die vielen Landstraßen in Mittelfranken." Ein Großteil der tödlichen Unfälle ereignete sich außerhalb geschlossener Ortschaften. Von 58 Personen kamen 37 im Bereich einer Landstraße ums Leben.