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KZ-Gedenkstätte Hersbruck: Graffiti und versuchte Brandstiftung - Fahndungserfolg


Autor: Kyrill Wunderlich

Hersbruck, Dienstag, 23. Juni 2026

Zunächst Unbekannte hatten Graffiti-Schmierereien mit NS-Bezug und Rußspuren im Bereich der KZ-Dokumentationsstätte Hersbruck hinterlassen. Nun gibt es einen Tatverdächtigen.
Unbekannte haben Graffiti mit NS-Bezug im Bereich der KZ-Gedenkstätte Hersbruck gesprüht. Zudem geht die Polizei von einer versuchten Brandstiftung aus. (Symbolbild)


Unbekannte haben im Bereich der KZ-Gedenkstätte in Hersbruck (Kreis Nürnberger Land) Graffiti mit NS-Bezug gesprüht. Zu sehen waren eine "SS-Rune am Aufgang einer nahegelegenen Therme sowie ein Hakenkreuz auf der Fahrbahn der Erlenstraße", heißt es vonseiten des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

Zudem fanden die Beamten am Montag (15. Juni 2026) Rußspuren. Offenbar versuchten die Täter, Feuer zu legen. Am Tatort fanden die Einsatzkräfte eine rote Heliumflasche. Eine versuchte Brandstiftung wurde daher nicht ausgeschlossen. Die Tat ereignete sich zwischen dem 12. Juni und 15. Juni 2026. Nun identifizierte die Kripo Schwabach einen Tatverdächtigen.

Versuchte Brandstiftung und Graffiti-Schmierereien - Polizei ermittelt gegen 27-Jährigen

Aufgrund von Spurensicherung und Zeugenhinweisen geriet ein 27-jähriger Deutscher ins Visier der Ermittler. Ihm konnten die versuchte Brandlegung und die Graffiti-Schmierereien - die er auch im Stadtgebiet hinterließ - nachgewiesen werden.

Offenbar brachte er das Graffiti in einer einzigen Nacht an. Nach aktuellen Erkenntnissen befand sich der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand. Er hält sich jetzt auf eigene Veranlassung in einer Fachklinik auf. Hinweise auf weitere Tatverdächtige gab es nicht.

Nach Abschluss der Ermittlungen übernimmt die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth den Fall.