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Feuer mitten in Nürnberg: 200 Einsatzkräfte vor Ort - Warnung an Bevölkerung


Autor: Daniel Krüger, Agentur dpa

Nürnberg, Samstag, 23. Mai 2026

In Nürnberg ist am Freitagabend (22. Mai 2026) ein verheerendes Feuer nahe des Hauptbahnhofs ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauern am Samstag weiter an.
Am Freitagabend (22. Mai 2026) kam es an der Wiesenschule in Nürnberg zu einem größeren Feuerwehreinsatz. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung wurden Anwohner über die Warn-Apps NINA und Katwarn aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten


In Nürnberg kam es am Freitagabend (22. Mai 2026) zu einem großen Brand in der Südstadt nahe des Hauptbahnhofs. Nach dem Ausbruch eines Feuers in der Schulsporthalle der Wiesenschule werden die Löscharbeiten voraussichtlich noch den gesamten Tag andauern. Das Dach der Halle stand in der Nacht vollständig in Flammen und stürzte ein, wie die Feuerwehr mitteilte.

Die Feuerwehr war demnach mit einem Großaufgebot vor Ort. Das Feuer brach am Freitagabend (22. Mai 2026) in der Turnhalle auf dem Gelände der Grundschule aus. Den Angaben zufolge griffen die Flammen auf die gesamte Dachkonstruktion im Inneren der Halle über. Von vier Drehleitern aus versuchten Feuerwehrleute, ein Übergreifen des Brandes auf benachbarte Gebäude zu verhindern.

Feuer in enger Nürnberger Südstadt fordert Feuerwehr massiv - Warnung an Anwohner

Zwischenzeitlich kam es zu Problemen mit Gaffern. "Schaulustige werden aufgefordert, das Einsatzgebiet zu verlassen und die Umgebung nicht aus Neugier oder Sensationsgier aufzusuchen. Sie gefährden sich selbst, behindern Einsatzkräfte und erschweren die Zufahrt für Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen", teilten die Nürnberger Hilfsorganisationen gemeinsam um 21.30 Uhr mit. 

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Bereits als die Feuerwehrleute ankamen, sollen große Rauchwolken über der Turnhalle aufgestiegen sein. Zur Sicherheit wurde die Bevölkerung über verschiedene Warn-Apps aufgefordert, Fenster sowie Türen geschlossen zu halten. Die Hilfsorganisationen warnten ausdrücklich vor der Inhalation von Rauchgasen. "Rauch kann gesundheitsschädlich sein und zu Atemwegsreizungen, Kreislaufproblemen oder Bewusstlosigkeit führen. Anwohnerinnen und Anwohner im betroffenen Bereich werden daher dringend gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Lüftungsanlagen nach Möglichkeit abzuschalten und den Aufenthalt im Freien zu vermeiden", hieß es in einem Appell. 

Einige Anwohner mussten auch ihre Häuser verlassen, wie von den Einsatzkräften berichtet wurde. Dafür wurde am späten Abend eine Betreuungsstelle eingerichtet. Die Löscharbeiten gestalteten sich laut der Feuerwehr Nürnberg "schwierig". Aufgrund der "Bauweise der Turnhalle" und der örtlichen Gegebenheiten, insbesondere der "Oberleitungen der Straßenbahn in der Landgrabenstraße" mussten die Einsatzkräfte unter erschwerten Bedingungen arbeiten und konnten nicht in das Gebäude. Bereits um kurz vor Mitternacht waren demnach Giebel und Teile des Dachstuhls eingestürzt.

200 Einsatzkräfte bei Turnhallenbrand: Dach vollständig eingestürzt - Feuerwehrmann verletzt

Bilder vor Ort muteten fast apokalyptisch an - große Rauchwolken zogen durch den Stadtteil Steinbühl. Bei dem Einsatz erlitt ein Feuerwehrmann leichte Verletzungen. Ein Sprecher der Feuerwehr geht davon aus, dass der Einsatz noch den ganzen Tag andauern könnte, bis alle Glutnester gelöscht sind.

Die Einsatzkräfte mussten unter anderem die Blechverkleidung der Halle aufwendig entfernen, um auch die letzten Glutnester löschen zu können.  Sobald alles gelöscht ist, sollen Brandermittler der Polizei die Halle inspizieren. Zwischenzeitlich waren fast 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk im Einsatz. "Erschöpfte" Feuerwehrleute wurden aufgrund der langen Einsatzdauer in der Nacht von Kollegen abgelöst, um sich ausruhen zu können, hieß es.

Sie sollen jedoch im Laufe des Tages wieder zurückkehren und dann wiederum ihre Kollegen ablösen. Warum das Feuer ausbrach, blieb zunächst unklar. Ebenso konnte die Polizei die Höhe des Schadens bislang nicht beziffern.

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