Verendetes Ferkel auf Ladefläche: Polizei stoppt zwei Tiertransporte auf Autobahnen im Raum Nürnberg

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Gleich zweimal haben die Beamten der Verkehrspolizei Feucht am vergangenen Dienstag (06. Juni 2023) auf den Autobahnen im Nürnberger Raum Tiertransporte kontrolliert, die gegen bestimmte Auflagen verstoßen haben.

Die Verkehrspolizeiinspektion Feucht berichtet von gleich zwei Tiertransporten, bei denen während einer Kontrolle mehrere Verstöße aufgedeckt wurden.

Im Bereich Lauf an der Pegnitz an der A9 stoppten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Feucht und der Autobahnpolizeistation Parsberg am Dienstagmorgen (06. Juni 2023) einen Sattelzug, der 160 Zuchtkälber im Durchschnittsalter von sechs Wochen geladen hatte. Diese sollten vom Beladeort in Baden-Württemberg aus an die Ostsee gebracht werden. 

Zu lange Strecke: Tiertransporter mit Zuchtkälbern muss umkehren

Altersbedingt hätten die Tiere maximal acht Stunden transportiert werden dürfen, aufgrund der langen Wegstrecke und Lade- beziehungsweise Entladezeiten wäre diese Marke aber überschritten worden. Die Beamten kontaktierten daher die Rufbereitschaft des zuständigen Veterinäramts Nürnberger Land. Daraufhin ordnete die dortige Rufbereitschaft die sofortige Umkehr des Transports zum 120 Kilometer entfernten Beladeort an. 

In den Abendstunden des gleichen Tages wurde ein weiterer Tiertransport im Bereich Nürnberg an der A6 kontrolliert. Dieser war mit 625 Spanferkeln beladen und auf dem Weg von Leipzig nach Baden-Württemberg. Der Fahrer des Transports konnte bei der Kontrolle nicht alle erforderlichen Papiere vorzeigen. Bei einer zusätzlichen Überprüfung der Ladefläche fanden die Beamten außerdem ein verendetes Ferkel vor, das laut Polizeiangaben unter einer Absperrtrennwand eingeklemmt war.

Sowohl auf den Fahrer des Ferkel-Transports, als auch auf den 34-Jährigen am Steuer des Sattelzuges mit den Kälbern kommen nun Anzeigen zu. Letzterer muss zudem mit einem Bußgeld rechnen, auch sein Chef wird des Weiteren mit einer Anzeige wegen Zuwiderhandlung gegen das Tiertransportrecht rechnen müssen.

Vorschaubild: © Animal Welfare Foundation/dpa