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A6 bei Feucht: Geisterfahrer fährt 12 Kilometer in die falsche Richtung und kann nicht anhalten


Autor: Redaktion

Feucht, Freitag, 01. Sept. 2023

Weil er sich nicht in der Lage fühlte anzuhalten, ist ein Mann 12 Kilometer in die falsche Richtung gefahren. Dabei hat er auch einen Unfall gebaut.


Am Donnerstagabend (31. August 2023) passierte ein Autounfall auf der A6, wie die Polizeiinspektion Feucht mitteilte. Gegen 22.30 Uhr ereignete sich auf der A6 Richtung Heilbronn ein Verkehrsunfall mit einem Falschfahrer.

Ein 72-jähriger Rentner wollte mit seinem Auto von der B2 kommend auf die A6 in Richtung Heilbronn auffahren. Aus unbekannten Gründen fuhr der 72-Jährige nicht auf der Hauptfahrbahn weiter, sondern bog im Kurvenbereich in eine Behelfsumfahrt ein, die nur vom Autobahndienst genutzt werden darf.

Geisterfahrer auf A6: Mann fährt 12 Kilometer in die falsche Richtung

Da er die Umfahrung weiterfuhr, kam er schließlich vor der Ausfahrt Roth wieder auf die Autobahn. Er fuhr jedoch nicht in Fahrtrichtung auf die Autobahn, sondern fuhr entgegen der Fahrtrichtung auf dem linken Fahrstreifen weiter in Richtung Amberg.

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Ein auf der linken Fahrspur fahrender 50-Jähriger konnte zwar noch nach rechts ausweichen, jedoch kollidierten die beiden Außenspiegel der Fahrzeuge miteinander.

Der Geisterfahrer bemerkte zwar sofort, dass er auf der falschen Richtungsfahrbahn unterwegs war, konnte aber nicht anhalten und fuhr noch circa 12 Kilometer weiter in die falsche Richtung. Selbst als Polizeibeamte auf der Richtungsfahrbahn Amberg parallel neben dem Falschfahrer fuhren und ihm Anhaltezeichen gaben, sah sich der Falschfahrer nicht in der Lage am Standstreifen anzuhalten.

Geisterfahrer kann nicht anhalten – Fahrbahnsperrung auf A6

Erst eine komplette Fahrbahnsperrung am Autobahnkreuz Nürnberg-Ost brachte den Rentner dazu, anzuhalten. Der 72-Jährige gab ab, mit der Situation überfordert gewesen und deshalb einfach weitergefahren zu sein.

Er und seine Beifahrerin wurden zur Verkehrspolizei Feucht gebracht und im Anschluss von Angehörigen abgeholt. Der Führerschein des 72-Jährigen wurde sichergestellt und er muss nun mit einer Anzeige wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs rechnen.