18-Jährige in Nürnberg vergewaltigt: EKO "Kajal" nimmt wieder zwei Männer fest
Autor: Redaktion, Moritz Kircher
Nürnberg, Freitag, 25. Sept. 2026
Seit Monaten ermittelt die Polizei rund um den Nürnberger Hauptbahnhof zu Drogen und dem sexuellen Missbrauch Minderjähriger. Jetzt sind den Ermittlern erneut zwei Tatverdächtige ins Netz gegangen.
Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen der EKO "Kajal" gelang es der Polizei in Nürnberg im Verlauf der letzten Woche weitere Haftbefehle zu vollstrecken. Die Beamten nahmen zwei Männer im Alter von 34 und 41 Jahren fest.
Im Zuge der Ermittlungen der EKO "Kajal" ergaben sich Hinweise auf einen 41-jährigen Betäubungsmittelhändler, der unter anderem an Tatverdächtige des Ermittlungskomplexes Betäubungsmittel (unter anderem Crystal Meth) in nicht geringer Menge verkauft haben soll, berichtet die Polizei.
Polizei entdeckt Kinderpornos auf Datenspeicher
Nach umfangreichen Maßnahmen, gelang es den Beamten, einen Haftbefehl zu erwirken, den Mann zu lokalisieren und ihn Ende letzter Woche im Fürther Stadtgebiet festzunehmen. Bei der Festnahme führte der 41-jährige Deutsche unter anderem Kokain, Crystal Meth und weitere Betäubungsmittel in nicht geringer Menge mit sich. Zudem fanden die Beamten auf Speichermedien Dateien mit kinderpornografischen Inhalten auf.
Den Ermittlern der EKO Kajal gelang es außerdem, einen Tatverdächtigen im Zusammenhang mit einer Vergewaltigung im Nürnberger Stadtgebiet zu identifizieren. Der 34-jährige Afghane wird verdächtigt, im April 2026 ein 18-jähriges Mädchen in Nürnberg nach der Abgabe von Betäubungsmitteln vergewaltigt zu haben. Immer wieder kam es in den vergangenen Wochen und Monaten zu ähnlichen Fällen in Nürnberg.
Der Mann konnte am Donnerstagnachmittag (24. September 2026) angetroffen und aufgrund eines bereits erwirkten Haftbefehls festgenommen werden. Beide Männer wurden nach der Bestätigung der Haftbefehle durch einen Ermittlungsrichter in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.
Schwerste sexuelle Übergriffe rund um den Nürnberger Hauptbahnhof
Durch die gemeinsamen Ermittlungen der EKO "Kajal" und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth konnten nun Haftbefehle gegen insgesamt 21 Tatverdächtige vollstreckt werden. Der Polizei gelingen immer wieder Ermittlungserfolge. Gleichwohl werden die intensiven Ermittlungen und Maßnahmen zur Bekämpfung der im Nürnberger Bahnhofsumfeld erkannten Entwicklungen unvermindert fortgeführt.
Dort zeigte sich in den vergangenen Monaten immer wieder dieselbe Masche: Männer aus dem Drogenmilieu sollen dort vorwiegend minderjährigen Mädchen zunächst Kosmetik geschenkt und ihre Opfer später mit Drogen gefügig gemacht haben. Dabei soll es zu schwersten sexuellen Übergriffen bis zu Vergewaltigungen gekommen sein.